dicke tiere

May 28, 2006

martin k., 25j, berlin: dein blog ist langweilig

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 6:30 pm

wie so oft, wie eigentlich immer, hast du recht, purzelchen. aber es ist auch nichts geschehen, wochenlang. weil ich zu tun hatte, weil ich in senegal war und in berlin, weil mein vater auf den kopf gefallen ist und weil ich umgezogen bin und ich am flughafen arbeiten muss, dort wo die promis sind. gestern hab ich mir ein autogramm von tokio hotel geholt, das werde ich in meine neue, weiße küche hängen. hc strache war auch da aber da hab ich nicht schnell genug reagiert. heute abend werde ich meinen senegal-bericht schreiben, den wir ja abgeben müssen aber ich glaube, rudi schreibt uns das zeugnis auch so. rudi ist assistent in der schmalix-klasse und ich habe in dakar mein volles gazelle-bier auf seiner hose verschüttet. ich wollte zwei flaschen gazelle mitnehmen aber am letzten tag hatte ich dann kein geld mehr, weil ich alles dem perversen phillipe geliehen hab, der hat sich dafür zwei nutten aufs hotel bestellt, die sau. gut, dass wir ein hässliches photo von ihm haben. da wo ich jetzt wohne, ist türkenstrich nur sind die alle hetero. gestern abend, ich war gerade sannas katze im 7. füttern, gehe ich nach hause, wolkenbruch, es fängt zu schütten an, ich ziehe meine sandalen aus und spaziere fussnackt durch die sintflut und höre dazu marvin gay, i heard it through the grapevine. gesungen hab ich auch und 10 meter vor meiner haustür fangen mich die 18 jährigen strichjungen ab und versorgen mich mit joints und komplimenten, dass ich schöne augen habe und ob ich alleine wohne. aber wir sind ja nicht von gestern. lieber leg ich mich rauf und huste mir die lunge aus dem hals. und dann lese ich den spiegel und die zeit und den standard weil ich krieg ja die zeitungen jetzt gratis, das ist schön. noch ein bißchen senegalesische volksmusik zum ausklang und ein heißes vollbad, dazu eine cola light im roten glas. ich mach jetzt diät, so ein bißchen. in berlin wurde ich noch handgefüttert, das war schön, mit einer quarktasche und mit sandwiches und ganz viel liebe. und zigaretten hab ich gedreht gekriegt und den kopf gestreichelt und ganz viel liebe nur nicht von dem, der es machen sollte, weil der, wo es wünschenswert wäre, der ist vergeben. sowieso, ich erkenne da ein muster, ich verliebe mich ausschließlich in männer, die schon vergeben sind. aber das ist jetzt auch keine neue erkenntnis. und der erste schritt zur besserung ist es schon gar nicht. scheiss auf die liebe. des braucht ka mensch. die meersau paul hat sich auch schon eingewöhnt und die liebt überhaupt niemanden, die hasst alles und jeden außer grünen salat und gurken. jetzt genug geschrieben, denn ich habe einen neuen, fingerdicken, goldenen filzstift in der tasche und einen in funkelblau, die probier ich jetzt aus, eine endlosrolle mit buttercreme weißen papier wartet einen stock über mir darauf. ich weiß auch schon, was ich male, ich male meine ganz persönliche berlin-liebesgeschichte, die keinen anfang und kein ende hat und von der raphaela meinte, es ist so offensichtlich. das schon aber es ist auch vergebens. gut, denn mein vater meinte gestern, so lang ich studiere, hab ich sowieso keine zeit für sowas. da hat er recht, herr specht.

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