ende der woche
der boden wird immer fester und ich schwanke. ich bin nicht mehr die von vor einem jahr, ich bin jetzt jemand anderes. ganz pinsel, ganz feder, ganz stift, ganz farbe. der punkt, zwischen spitze und papier, ist magisch, hier manifestiert sich die ewigkeit. kunst kommt nicht von können, jeder, der mir mit dieser beschissenen proletenregel kommt, könnt ich eine knallen. die kunst des knallens. du rüttelst fest am watschenbaum, es reift die frucht, man glaubt es kaum! und auch so mit dem schreiben. das ist. ich schreibe im laufe des tages mindestens drei blogeinträge. manchmal denke ich nur schreibend. und das und hier und das würde sich super anhören. und so werd ich das formulieren. drucke ich alles auf die weißen blätter, derer da viele sind, in meinem kopf. aber zuhause angekommen und wirklich vor dem computer gehockt, ist alles wieder weg. es ist auch ganz gleich. sag ich. weil der blog das ist jetzt kein fertiges dings so wie nichts auf der welt jemals fertig sein sollte, denn dann ist es tot. der blog ist ein skizzenbuch. ein schmierzettel, ein kleiner post-it block, der neben dem telefon liegt. früher, als es noch die telefone gab, die richtigen. wie in unserem wohnzimmer, das so rot war wie geronnenes blut. daneben gelbe post-it zettel und darauf schmiert man immer was, wenn man telefoniert. mit leuten. und liebe und oma und so. oder nur die pizza und schreibt eben sachen. die durch den kopf fliegen und sonst auf dem boden klatschen würden, wie tote kinder, die aus heißluftballons springen oder auch von den eltern, die sie nicht mehr lieb haben, geschmissen werden. klatsch und patsch, macht es da, wenn ihre kleinen, nach babyschampooduftenden köpfe am heißen straßenpflaster wie wassermelonen zerknallen. und gleich kommt auch die tierpolizei, nämlich die ratten und kakerlaken, die guten müllschlucker, die niemand von uns zu schätzen weiß und fressen die brühe weg. ja und solche dinge schreib ich eben sonst auf die post-it zettelchen und die schmeißt dann die mama weg oder jemand zündet das haus an und auch dann sind sie verloren. aber nicht so hier im blog, dem cyberpost-it-zettel. aber gelb ist er noch nicht, lala, das werde ich ändern. und ich nenne ihn dann auch so. weil eben. passend? was ist schon passend? mein rosa bademantel in leopardenoptik ist mir 10 nummern zu groß, sieht aus wie eine burka aber ich trage nie was darunter. am liebsten nackt und bademantel lässig über die love handles geschmissen, weil damit die nieren nicht kalt werden. kalt ist es daweil auch in meiner neuen wohnung, wo herr blechmann und ich am mittagstisch von den bauarbeitern sitzen. kleine legosteinchen zwischen gigantischen käseleibern und olivengläsern und bier und kippen. wir ganz schüchtern auf einem packen heute-tagesubahnschundgrottenschlechtzeitungen. zerreißen uns die mäuler über die ganzen leute, die zu uns ziehen wollen. da gab es einen, der hatte keine stirn. und der andere kein hirn. haha. das reimt sich aber das war schlecht. zugegebenermaßen. aber es war so. reality. sucks. die eine frau war viel zu schön. da krieg ich ja noch schlimmere komplexe als eh schon, wenn ich jeden tag miss bambi-julia-roberts-fucking-supamodel sehen muss. und der eine hatte so ne komische haut. wie wachs. ich musste ihn die ganze zeit anstarren und mich ekeln. auch so jemand geht nicht. und der, da waren wir uns einig, der war eindeutig zu glatt. zu normal. keine ecken und kanten. aber ist auch egal, vielleicht mieten wir auch einfach 100 meerschweinchen beim wiener tierschutzverein und bauen dann ein zimmer für sie als spielplatz um und drehen dann tierpornos, weil die meerschweinchen, die ficken ja die ganze zeit, ohne ende, ohne anfang, endlos. wie eine 8. die zahl jesus.