dicke tiere

March 18, 2006

ende der woche

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 10:27 am

der boden wird immer fester und ich schwanke. ich bin nicht mehr die von vor einem jahr, ich bin jetzt jemand anderes. ganz pinsel, ganz feder, ganz stift, ganz farbe. der punkt, zwischen spitze und papier, ist magisch, hier manifestiert sich die ewigkeit. kunst kommt nicht von können, jeder, der mir mit dieser beschissenen proletenregel kommt, könnt ich eine knallen. die kunst des knallens. du rüttelst fest am watschenbaum, es reift die frucht, man glaubt es kaum! und auch so mit dem schreiben. das ist. ich schreibe im laufe des tages mindestens drei blogeinträge. manchmal denke ich nur schreibend. und das und hier und das würde sich super anhören. und so werd ich das formulieren. drucke ich alles auf die weißen blätter, derer da viele sind, in meinem kopf. aber zuhause angekommen und wirklich vor dem computer gehockt, ist alles wieder weg. es ist auch ganz gleich. sag ich. weil der blog das ist jetzt kein fertiges dings so wie nichts auf der welt jemals fertig sein sollte, denn dann ist es tot. der blog ist ein skizzenbuch. ein schmierzettel, ein kleiner post-it block, der neben dem telefon liegt. früher, als es noch die telefone gab, die richtigen. wie in unserem wohnzimmer, das so rot war wie geronnenes blut. daneben gelbe post-it zettel und darauf schmiert man immer was, wenn man telefoniert. mit leuten. und liebe und oma und so. oder nur die pizza und schreibt eben sachen. die durch den kopf fliegen und sonst auf dem boden klatschen würden, wie tote kinder, die aus heißluftballons springen oder auch von den eltern, die sie nicht mehr lieb haben, geschmissen werden. klatsch und patsch, macht es da, wenn ihre kleinen, nach babyschampooduftenden köpfe am heißen straßenpflaster wie wassermelonen zerknallen. und gleich kommt auch die tierpolizei, nämlich die ratten und kakerlaken, die guten müllschlucker, die niemand von uns zu schätzen weiß und fressen die brühe weg. ja und solche dinge schreib ich eben sonst auf die post-it zettelchen und die schmeißt dann die mama weg oder jemand zündet das haus an und auch dann sind sie verloren. aber nicht so hier im blog, dem cyberpost-it-zettel. aber gelb ist er noch nicht, lala, das werde ich ändern. und ich nenne ihn dann auch so. weil eben. passend? was ist schon passend? mein rosa bademantel in leopardenoptik ist mir 10 nummern zu groß, sieht aus wie eine burka aber ich trage nie was darunter. am liebsten nackt und bademantel lässig über die love handles geschmissen, weil damit die nieren nicht kalt werden. kalt ist es daweil auch in meiner neuen wohnung, wo herr blechmann und ich am mittagstisch von den bauarbeitern sitzen. kleine legosteinchen zwischen gigantischen käseleibern und olivengläsern und bier und kippen. wir ganz schüchtern auf einem packen heute-tagesubahnschundgrottenschlechtzeitungen. zerreißen uns die mäuler über die ganzen leute, die zu uns ziehen wollen. da gab es einen, der hatte keine stirn. und der andere kein hirn. haha. das reimt sich aber das war schlecht. zugegebenermaßen. aber es war so. reality. sucks. die eine frau war viel zu schön. da krieg ich ja noch schlimmere komplexe als eh schon, wenn ich jeden tag miss bambi-julia-roberts-fucking-supamodel sehen muss. und der eine hatte so ne komische haut. wie wachs. ich musste ihn die ganze zeit anstarren und mich ekeln. auch so jemand geht nicht. und der, da waren wir uns einig, der war eindeutig zu glatt. zu normal. keine ecken und kanten. aber ist auch egal, vielleicht mieten wir auch einfach 100 meerschweinchen beim wiener tierschutzverein und bauen dann ein zimmer für sie als spielplatz um und drehen dann tierpornos, weil die meerschweinchen, die ficken ja die ganze zeit, ohne ende, ohne anfang, endlos. wie eine 8. die zahl jesus.

March 14, 2006

anfang der woche

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 8:28 pm

marula ist die quelle der leidenschaft. das wissen wir jetzt und zuviel sour power macht magen kaputt. draußen sturmt der tob und die weinberge schlatzen braune soße auf das eisfeld. der zug zischt vorbei schneller und ja, das sind noch die kleider von gestern. die inzwischen auch verklebt sind von nektar und anderen dingen. hast a tschick? schiggi tschicki chick. wi ar dä schigi görls. chicki chicki. gigi d’agostino heißt unser held. der singt lamour toujours und das ist so ein schönes lied. ich weine immer und clara weint auch und dann tanzen wir. heute ist scooter konzert, ich wäre wirklich sehr gerne hingegangen aber ich habe kein geld. heute ist flex, ich wäre sehr gerne hingegangen aber selbst dafür habe ich kein geld. der bankomat lacht mich nur mehr aus. und spuckt meine karte verächtlich zu boden. morgen ist mutter und so aber erst morgen. bis dahin bleib ich zuhause und streichel den stinkenden, roten klumpen, der nur mehr so elend keucht und ächzt. ich hab noch ganz genau den geschmack von dem finger im mund. es war ein zeigefinger oder mittelfinger und die haut war rauh und salzig. aber auch weich und warm. so wie männerhände nun mal sind. angenehm, manchmal, nicht immer. zwei paar plateau-high-heels mit totenköpfen stehen da und starren mich traurig an. ich trag sie viel zu selten und es tut mir leid. aber arbeit geht vor vergnügen und das gönn ich mir ja sowieso nicht mehr. in diesem ausmaße, das ist vorbei. auch die halterlosen strümpfe bleiben eingerollt wie schüchterne weinbergschnecken in der sofaritze stecken und warten hoffnungslos unsterblich auf einsatz. nur da wird nichts passieren, weil ich das gar nicht mehr spüre, das ich ne muschi habe, da ist nichts. so wie M ein schwarzes loch ist so ist da antimaterie. hat aufgehört. zu existieren und der atem ist verstummt, erstickt an einer woge wasser in der lunge, das waren tränen, die heruntergeschwappt sind. und die das feuer auslöschen, ihr wisst schon, das ja logisch, das es jetzt nicht mehr brennt. wenn ausgestorben und wenn nur kalte, feuchte asche zurückbleibt, die verblasst nicht,die färbt schwarz. die finger jetzt, die eigenen und die fremden tief hineinstecken, asche ist chemisch völlig rein, sich damit einschmieren und die seele wieder reinwaschen. das wird garantiert nicht funktioniert aber ich male mir etwas auf die haut, unsichtbare male in neonfarben, die bei schwarzlicht leuchten. die können nur von denen gesehen werden, jenen passende augen gewachsen sind und das passiert nicht oft im leben, das könnt ihr mir glauben. aber jetzt schhhhhh, finger auf die lippen legen, die sind so flach und kühl und weich, wie in seide gewickelte raupen, die zittern, vor aufregung. in der nacht, unsichtbar. aber die finden sich immer, die raupen, die haben den sechsten sinn. die können sich auch im dunklen niemals verfehlen. und fallen aufeinander, schmiegen zärtlich und halten sich die kleinen, nicht vorhandenen knöchelchen fest und nun schlafen wir, wieder so wie früher und damals und ich weiss, ich allein. in der stille.

March 13, 2006

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 1:34 pm

erst halb drei und der tag war schon so lang, so anstrengend. leute waren wohnung anschauen, leute doof. bin froh, dass ich zumindest schon mal tim gefunden habe. zu bösner gefahren, bösner auch doof, weil bösner viel zu teuer. ich will ja gar nicht viel, ich will nur eine gigantische rolle papier. die kostet leider 75 euro. vielleicht muss ich mich für die kunst wirklich prostituieren. oder farben. ich würde meinen bruder den rechten arm abhacken, wenn man mir dafür ein sortiment acrylfarben kaufen würde.
ich habe gerade eine halbseitige hasstirade geschrieben und sie wieder gelöscht. bei manchen menschen ist es einfach sinnlos, sich aufzuregen. kleine charaktere werden dadurch auch nicht größer.
außerdem bin ich so müde. die katze lässt mich nicht mehr in ruhe schlafen. aber sami ist heute da. mein tischnachbar. der ist lustig und aus syrien, was sich ja nicht ausschließt. ich werde ihn dann gleich ein bißchen belästigen gehen. keine lust mehr auf schreiben. aber bin schon den ganzen tag am konzept ausarbeiten. das hab ich lang nicht mehr gemacht, das macht mir echt spaß. ABER es gibt ja immer wieder neider, die es einem sofort madig machen müssen,wenn man mal etwas gefunden hat, was einen glücklich macht.

March 10, 2006

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Filed under: Uncategorized — halligalli @ 11:39 am

andi hat mir letzens erzählt, sie hätte früher statt “i’ve been looking for freedom” immer “happy looking for fido” verstanden. die jelinek schreibt: “die liebe ist längst schlafen gegangen. keiner kann so lange aufbleiben.” mein masterplan für die nächsten jahre: auslandsemester in london, mak-schindler stipendium in los angeles, danach post graduate irgendwo. wer seine ziele nicht hoch steckt, wird im keller bleiben.

March 9, 2006

leben heißt menü und du warst die vorspeiße

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 11:43 pm

sinnlos war es gestern auch schon und anstrengend wird es morgen schon wieder sein. die motivation, den tag zu beginnen ist die gleiche wie am abend, ihn zu beenden, nämlich null. aber wer braucht sowas schon, wenn er schmerzen hat? dagegen müssen wir ankämpfen, gegen die schmerzen. sie lassen sich, wie ich schon herausgefunden habe, weder mit drogen noch mit medikamenten betäuben. alkohol schon gar nicht. genau so wenig bringt sex etwas, auch nicht ohne kondom, obwohl das den kick der gefahr hat. positiv denken. nein. schlechter witz, ich weiß. also das bringt es nicht und fernsehen und lesen und spazieren gehen oder sport, sport die beschäftigung der dummen sagte bernhard mal, das nicht, nein. bringt alles nichts. also was machen wir jetzt, wenn man nicht weiß wohin und sich jeden tag darüber ärgern muss, das man noch nicht draufgegangen ist dabei ist es doch nicht so schwer, andere leute schlucken eine pille und kratzen an herzfehler ab und man selber schmeißt sich das zehnfache rein und noch was hier von und aus dem giftschrank ein briefchen und das gas durch die nase aber trotzdem steht man am nächsten tag noch da. fühlt sich womöglich schlechter. ja nicht mal mehr in ruhe beenden, das geht auch nicht, also was machen wir, ein paar jahre werden wir wohl oder übel rumkriegen müssen und die zeit will genutzt werden, sie will benutzt werden, die hure. den gefallen tun wir ihr jetzt und weil alle leute sagen, dass ich irgendwas kann, kann, können, talent, ich talentiert, ich, dabei kann ich nichts, das reden die nur so, ich glaube es dann doch irgendwann, wenn es dir alle lang genug einreden also machen wir beschäftigungstherapie, denn das ist schön. sonst könnte ich ja anderen zur last fallen und das will niemand, vor allem, die anderen wollen das nicht. den lasten haben sie selber genug und die heißen männer oder frauen oder beruf oder wohnung oder gewicht oder aussehen oder geld und zeug halt. also falle ich nicht zur last sondern falle. einfach so fallen, hinunter und gleichzeitig hinauf,auf eine andere eben. vielleicht sieht es so aus, als ob ich falle aber in wahrheit steige ich, alles eine frage des standpunktes und der perspektive. sage ich mal. ich steige den berg rauf, der erfolg heißt, der sagt, mach etwas aus dir, du schaffst es, ich glaub ganz fest an dich, scheisse, nicht mal ein steiler berg, ein hügel, eine erhebung, man muss gar nicht viel, nur machen. und alle applaudieren und finden es super, wenn man so macht. warum die selber nicht machen, weiß ich nicht, vermutlich, weil sie so viel mit ihren lasten beschäftigt sind und damit zu verhindern, dass andere ihnen zur last fallen könnten den lasten hat man wirklich schon genug. so kämpfen sie alle und kämpfen und machen und feuern mich an, los, den berg da rauf, du schaffst es und wir finden das alle ursuper und weiter so, geh da rauf, ja gut, sein ein braves mädchen, wir hängen uns dran und später dann, vergiss uns nicht, wenn du auf dem gipfel stehst, denk an uns denn wir haben dich da rauf gebracht und wenn du oben bist, dann hast du es ja geschafft und dann werden wir dir zur last fallen, lässig, echt, denn du wolltest uns ja immer zur last fallen, du hast es zwar nie dürfen aber allein schon diese frechheit es zu wollen, dieses bedürfnis, wie kann man sich so etwas nur herausnehmen, scheisse noch mal, eigene ansprüche zu haben, einfach nur genug kriegen, die ganze zeit etwas suchen und mehr wollen, nicht zufrieden sein, nachbohren, wie kann man das nur, wir haben doch auch nichts und sind damit zufrieden, wieso kannst du es nicht sein, also weil du so frech und fordernd zu uns warst und nichts gekriegt hast, dafür dürfen wir dann, wenn du etwas hast, alles von dir wollen und du musst es uns geben, denn niemals vergessen darfst du, dass wir es waren, die dafür gesorgt haben. das du. oben bist. ja? gut schon klar. nie vergessen.

March 7, 2006

wir wollen ja nicht aus der übung kommen, wollen wir?

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 4:19 pm

manche dinge laufen gerade ganz toll, andere dafür ganz schlecht. wie zum beispiel schreiben, das geht gerade gar nicht. und essen auch nicht. vielleicht, weil ich den ganzen tag mit giftig dampfenden edding stiften zeichne und von zigaretten, kaffee und cholerischen anfälle lebe. meine maklerin hats abgekriegt aber ich hab mich schon entschuldigt. nicht nur hasen müssen unter puscheligen aggressionen leiden! die öbb will, dass ich ihnen 160 euro zahle. ich werde sie an die person verweisen, die mir letzten freitag meine 60 euro geklaut hat. die differenz ist schmerzensgeld für die unerträglich widerlichen schaffner, die ich tag ein, tag aus ertragen muss. ich hab endlich meinen wohnungsschlüssel und die handwerker stehen auf mich. ich würde heute gerne tanzen gehen, weiß aber nicht, wie ich mir das leisten soll. dafür hab ich jetzt einen manager und zwar andi, ich bin mir sicher, er wird das ganz toll hinkriegen. in einem fotoalbum hab ich lustige gruftiefotos von ihm. von mir auch. klar. ab donnerstag habe ich siebdruck-kurs und eine z-prominente ist dabei, magenta von taxi orange, falls die noch irgendeine sau kennt. die deutschen leser dieses blogs wohl kaum, taxi orange war das big brother österreichs. peinlich.

March 4, 2006

ja bitte.

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 6:32 pm

weil gott bekanntlicherweise humor hat, würde ich heute dafür auserwählt folgende botschaft zu übermitteln: “tell my sweet Burnie that I miss him sooooo extremely much and that I love him so much aswell! ” ja. ne. mach ich natürlich.

ich muss schon wieder

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 2:01 am

viel zu lange nicht mehr gebloggt, weil einfach keine zeit dafür. aber jetzt ändere ich das. drei weizenbiere stärken die motivation. gut, dieser eintrag wird jetzt nicht besonders wertvoll sein, das gebe ich zu. aber es geht mehr darum, wieder loszulegen. in den schreibfluss zu kommen. ihr wisst schon. ich dachte heute ja, mein blog wäre weg. einfach gelöscht, im nirvana verschwunden, von bösartigen menschen, diese welche mir noch viel böseres tun wollen. aber dank der sehr schnellen und effektiven hilfe von simon wurde alles wieder gut. schöne neue welt. der tag heute war schrecklich. grauenhaft. unbeschreiblich. der tag fing an mit der bewusstwerdung einer wahrlich unerfreulichen nachricht. nicht wirklich schlimm, nicht wirklich bedeutend aber doch irgendwie scheisse. nein, ich möchte nicht näher darauf eingehen. die, die es wissen sollen, die wissen es eh. dann mein vorstellungsgespräch bei anker, was total in die hose ging, weil ich die ganze zeit mit tränen in den augen zu kämpfen hatte, und einfach nur neben mir stand und nur weg wollte. wird wohl nichts. tja, meine karriere bei ankerbrot ist also hiermit beendet bevor sie überhaupt angefangen hat aber es gibt schlimmeres im leben. dann fahre ich auf die uni, höchst motiviert heute einen rudel brünftiger matrosen in großformat zu zeichnen, drapiere meine tasche formschön um meinen neuen, großen arbeitsplatz auf welchen ich wirklich sehr stolz bin und entschwinde zum computerraum um mir besagte matrosen auszudrucken. ich kann ja nix aus dem kopf. und so. als ich nach 10 minuten wiederkomme hat jemand freundlicherweise meine geldbörse von der schweren last des gewichts von 6 zehneuroscheinen befreit und mir somit jegliche chance auf ein warmes mittagessen in der mensa verwehrt. danke, lieber dieb, danke, ich bin sowieso zu fett.  man sieht, wien ist voller empathischer menschen. danke auch lieber gott an dieser stelle. ich trinke also mein drittes red bull, gibt es gerade bei billa für 6 stück ein euro die dose und renne drei stockwerke hoch, besuche jörg, schreie hysterisch herum und rauche seine zigaretten weg, dann renne ich wieder runter und schließe freundschaft mit angelo, unserem neuen, italienischen austauschstudent. angelo trägt lange, schwingende wollschals, gucci-geldbörsen und solarium-bräune. sein lieblingswort ist beautiful. zigaretten kaufen waren wir dann auch und ich hab ihm beigebracht, wie man sich in einer trafik ne packung pall mall bestellt. ein kurzer ausflug zum westbahnhof, der mutter wegen und belege und geld. et cetera. mariahilferstrasse rauf und runter und dazwischen mit dem installateur telefoniert auf das er mir die perfekten steckdosen installiere und ich endlich an meinen wohnungsschlüssel komme, den nächste woche soll ja das große mitbewohner-casting starten. gegen vier wieder auf der uni und hab es tatsächlich geschafft bis dreiviertel zehn nichts anderes zu tun als red bull trinken, pizza essen, rauchen und tratschen. jemand hat gestern nacht wüste parolen auf die akademie gesprüht “wulffen fuck off und spiegel du ei” (rektor und vizerektor für die un-iformierten) und wir haben stundenlang in columbo-manier gerätselt, wer es sein könnten. die hauptverdächtigen sind: die graf-klasse, veronika und damisch. dann die runde wieder mit einem kurzen schwank aus meinen erfahrungen in der porno-branche unterhalten, das thema kommt bei jeder gelegenheit gut. und dann, rambazamba und halligalli, mein erstes blind date seit über nem jahr, nicht selbstverschuldet, einfach so passiert, mit nem menschen, der wirklich das absolute gegenteil von mir ist. ich dachte mir, mein gott, was soll ich mit dem reden. jemand, der in der wirtschaft arbeitet und anzug und krawatte trägt, tommi hilfiger pulli und der kiffen scheisse findet, fussballfan ist. aber siehe da, wir haben es echt geschafft den ganzen abend lang zu reden. über dinge, die sonst nie so thema sind. politik. und geschichte. und zeug. ungewohnt. aber nicht schlecht. gut, ich hab ihm dann mein letztes red bull geschenkt, weil der arme kerl heute um halb sieben aufstehen und zur messe muss. leute anwerben und angrinsen und schick aussehen und seriös sein. er meinte, das war lustig heute abend. ich meinte, das wird noch viel lustiger werden. das licht trifft auf die dunkelheit. chaos trifft ordnung. kopfmensch contra bauchmensch. die kunst und die wirklichkeit. hey ho, let’s go!

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