ich muss schon wieder
viel zu lange nicht mehr gebloggt, weil einfach keine zeit dafür. aber jetzt ändere ich das. drei weizenbiere stärken die motivation. gut, dieser eintrag wird jetzt nicht besonders wertvoll sein, das gebe ich zu. aber es geht mehr darum, wieder loszulegen. in den schreibfluss zu kommen. ihr wisst schon. ich dachte heute ja, mein blog wäre weg. einfach gelöscht, im nirvana verschwunden, von bösartigen menschen, diese welche mir noch viel böseres tun wollen. aber dank der sehr schnellen und effektiven hilfe von simon wurde alles wieder gut. schöne neue welt. der tag heute war schrecklich. grauenhaft. unbeschreiblich. der tag fing an mit der bewusstwerdung einer wahrlich unerfreulichen nachricht. nicht wirklich schlimm, nicht wirklich bedeutend aber doch irgendwie scheisse. nein, ich möchte nicht näher darauf eingehen. die, die es wissen sollen, die wissen es eh. dann mein vorstellungsgespräch bei anker, was total in die hose ging, weil ich die ganze zeit mit tränen in den augen zu kämpfen hatte, und einfach nur neben mir stand und nur weg wollte. wird wohl nichts. tja, meine karriere bei ankerbrot ist also hiermit beendet bevor sie überhaupt angefangen hat aber es gibt schlimmeres im leben. dann fahre ich auf die uni, höchst motiviert heute einen rudel brünftiger matrosen in großformat zu zeichnen, drapiere meine tasche formschön um meinen neuen, großen arbeitsplatz auf welchen ich wirklich sehr stolz bin und entschwinde zum computerraum um mir besagte matrosen auszudrucken. ich kann ja nix aus dem kopf. und so. als ich nach 10 minuten wiederkomme hat jemand freundlicherweise meine geldbörse von der schweren last des gewichts von 6 zehneuroscheinen befreit und mir somit jegliche chance auf ein warmes mittagessen in der mensa verwehrt. danke, lieber dieb, danke, ich bin sowieso zu fett. man sieht, wien ist voller empathischer menschen. danke auch lieber gott an dieser stelle. ich trinke also mein drittes red bull, gibt es gerade bei billa für 6 stück ein euro die dose und renne drei stockwerke hoch, besuche jörg, schreie hysterisch herum und rauche seine zigaretten weg, dann renne ich wieder runter und schließe freundschaft mit angelo, unserem neuen, italienischen austauschstudent. angelo trägt lange, schwingende wollschals, gucci-geldbörsen und solarium-bräune. sein lieblingswort ist beautiful. zigaretten kaufen waren wir dann auch und ich hab ihm beigebracht, wie man sich in einer trafik ne packung pall mall bestellt. ein kurzer ausflug zum westbahnhof, der mutter wegen und belege und geld. et cetera. mariahilferstrasse rauf und runter und dazwischen mit dem installateur telefoniert auf das er mir die perfekten steckdosen installiere und ich endlich an meinen wohnungsschlüssel komme, den nächste woche soll ja das große mitbewohner-casting starten. gegen vier wieder auf der uni und hab es tatsächlich geschafft bis dreiviertel zehn nichts anderes zu tun als red bull trinken, pizza essen, rauchen und tratschen. jemand hat gestern nacht wüste parolen auf die akademie gesprüht “wulffen fuck off und spiegel du ei” (rektor und vizerektor für die un-iformierten) und wir haben stundenlang in columbo-manier gerätselt, wer es sein könnten. die hauptverdächtigen sind: die graf-klasse, veronika und damisch. dann die runde wieder mit einem kurzen schwank aus meinen erfahrungen in der porno-branche unterhalten, das thema kommt bei jeder gelegenheit gut. und dann, rambazamba und halligalli, mein erstes blind date seit über nem jahr, nicht selbstverschuldet, einfach so passiert, mit nem menschen, der wirklich das absolute gegenteil von mir ist. ich dachte mir, mein gott, was soll ich mit dem reden. jemand, der in der wirtschaft arbeitet und anzug und krawatte trägt, tommi hilfiger pulli und der kiffen scheisse findet, fussballfan ist. aber siehe da, wir haben es echt geschafft den ganzen abend lang zu reden. über dinge, die sonst nie so thema sind. politik. und geschichte. und zeug. ungewohnt. aber nicht schlecht. gut, ich hab ihm dann mein letztes red bull geschenkt, weil der arme kerl heute um halb sieben aufstehen und zur messe muss. leute anwerben und angrinsen und schick aussehen und seriös sein. er meinte, das war lustig heute abend. ich meinte, das wird noch viel lustiger werden. das licht trifft auf die dunkelheit. chaos trifft ordnung. kopfmensch contra bauchmensch. die kunst und die wirklichkeit. hey ho, let’s go!
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