dicke tiere

March 29, 2006

noch mehr tiere

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 8:38 pm

squirrel

dialog

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 8:28 pm

sami teilt sich mit mir den platz. er kommt aus syrien und da wir uns gegenseitig nie verstehen, haben wir uns auf onomatopoesie geeinigt:

M:sami?

S:huh?

M:master of blub*. can i have the HNNNG for HMMMK?

S:you mean the GGGNG? HHRRRNT?

M:yes, yes, GAK GAK GAK HUUUFFF.

S:of course you UGH TRRRTGNA the HMMMFFFT

M:thanks

S: be welcome 

 

(*wie ich ihn scherzhaft zu nennen pflege) 

cantstopdrawing YAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 8:12 pm

cheshire cat

March 28, 2006

dumbo jet

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 2:26 pm

heute wieder grau und nass. noch immer ist es nicht ganz sicher, ob ich nach senegal fahren kann oder nicht. mitbewohner fehlt auch noch. mein auge ist entzündet. hab nur noch 20 euro bis wochenende, autsch. hab hunger. mir ist der regen lieber. warm und regen, das beste wetter. mein auge schmerzt, ich muss die ganze zeit blinzeln und reiben. das sollte ich lassen. aber. wenn es weh tut, dann muss man gleich noch mal hinfassen. das ist automatisch. destroy yourself. auch mit ins augefassen geht das. destruktive gedanken gleich zum frühstück. ich habe keine probleme. ich hab nur mich selbst. und wenn ich mich selbst endlich mal gut leiden könnte, dann wär auch alles in ordnung. nur unvorstellbar. niemals würde ich für einen anderen menschen soviel leidenschaftlichen hass aufbringen wie für mich selbst. das ist der wahre narzißmus. auch selbstpathologisieren ist eine form der autoaggression hab ich mal gelesen. gut, was solls. ich versuche das zu ignorieren. war gerade in der gemäldegalerie, wollte bilder abzeichnen. eher interpretieren. mit buntstiften. jetzt sind es gerade die jumbo-buntstifte. auch dumbo der elefant hatte sich nicht lieb. draußen kreischt eine kreissäge und jemand lacht. mein aug. mein aug. kann mich nicht konzentrieren, weil dauernd ins aug fassen muss. was wäre schlimmer, blind zu werden oder die hände zu verlieren? wirre gedanken, komische gedanken, traurige gedanken. heute morgen ein zitat von herman hesse gelesen aber es nicht auf mich sondern auf jemand anderes bezogen: wer einsam ist, muss ständig angst davor haben, besuch zu bekommen. oder so ähnlich.

March 27, 2006

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 9:19 pm

am liebsten würde ich mich auf das gras legen und sterben.wenn das herz ein willkürlicher muskel wäre, dann könnte man ihm befehlen, aufzuhören. stirb, du sau. und dann in den boden fließen, wie regenwasser. dann kommen die würmer und baden. das wäre gut, dachte ich mir aber das ging nicht also schleppte ich meinen verhassten leib die strasse entlang. wohin jetzt, wenn die sonne scheint und alle glücklich sind? an tagen wie diesen ist einem die lizenz zum traurig sein beim eintreffen des ersten sonnenstrahls auf der bleichen wange verboten worden. heute sind wir alle kollektiv gut gelaunt, sitzen im park und reden darüber, wie schön das leben ist. ich leider nicht, mir geht es schlecht und ich verschone niemanden damit. diverse grinsende gesichter heute, die mir aus 100 metern entfernung entgegen lachen und fragen, wie es mir geht. beschissen, so meine antwort. die leute lachen aber nun etwas gequält. nein, damit will sich niemand jetzt die supergute, easy-cheesy frühlings- und flirtstimmung verderben. ich versuche nicht mal mehr, meine laune mit schlechten liebesersatz wie schokolade, drogen oder zigaretten zu heben. wir wissen ja schon, dass uns das keinen zentimeter weiterbringt. nicht mal zurück. jede art von sucht ist würdelos. ich schleiche schlechten mutes eine beliebige einkaufsstrasse entlang und stelle gerade einen vergleich auf. der vergleich lautet: was die neue freundin eines guten freundes von mir alles tolles hat, was ich niemals haben werde. das beginnt bei schöne haare, schöne haut, schöne figur, schöner charakter und als ich gerade bei punkt 148 der liste angelangt bin, drängen mich zwei reporter vom orf, bewaffnet mit mikro und kamera zur seite um dem älteren paar, welches genau vor mir geht, folgende frage zu stellen: entschuldigen sie, dürfen wir sie zum thema beziehung befragen? natürlich, sagen beide. was stört sie an ihrem partner? nichts, antwortet der mann und lacht, die frau lacht auch. beide lachen und sind glücklich, auch die reporter lachen und sind glücklich. ich lache nicht und fühle mich noch unglücklicher als vorher. ganz offensichtlich: jeder topf hat seinen deckel. leider bin ich ein pürrierstab.

March 26, 2006

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 11:04 pm
You Are Mr. Burns
Okay, so you’re evil…

You have big plans to rule the world, and you’ll destroy it in the process if necessary!

You will be remembered for: the exploitation of the masses

Life philosophy: “One dollar for eternal happiness? I’d be happier with the dollar.”

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 7:19 pm

was ich gestern so erfahren habe: das beste saunaöl auf der welt duftet nach slibowitz und heißt irgendwas mit zwetschge oder pflaume. kostet aber 15 euro! alkohol- und honigaufgüsse kann man auch machen und das ist ganz schön hardcore, dass ich ne viertelstunde in der sauna bleibe. um viertel sieben morgens dann doch noch auf einer goaparty gelandet, stocknüchtern und eigentlich müde aber trotzdem lustig dort. viele leute gekannt, alle total daneben. also hab ich mich zu rene gesetzt und ihm beim tür bewachen unterhalten. rene kenn ich aus dem renz. er behauptet, wir haben uns kennengelernt, als ich mal die kassa für die vismed gemacht habe, ich kann mich aber an diesen abend nicht mehr erinnern und das ist gut so. rene kommt aus floridsdorf, trägt goldketten und adidashosen. das finde ich sehr gewagt und geschmackvoll. davor auf einer gabba party gewesen. ja. gabba. wurde hingeschleift, weil jemand etwas einkaufen wollte auf der party dort. wenn man es nicht ernst nimmt, ist es durchaus eine interessante erfahrung. wie im zoo. wobei der glatzköpfige, zutättowierte dj in seinem weißen unterhemd wirklich sehr sexy war. aus der arena gibt es, wie zu erwarten, nichts spannendes zu erzählen, außer, dass ich in der stunde zwischen dem verlassen der beiden karins und dem eintreffen von martin auf einem tisch geschlafen und einen frierenden grazer gewärmt habe. manuel, wenn das liest: da kannst du mal wieder sehen, wie ich mich aufoperfungsvoll um deine landsmänner kümmere! er war nicht mal attraktiv aber mein herz ist groß. also durfte er sich an mich schmiegen. der arme bub.

March 25, 2006

so war das.

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 5:32 pm

gestern mittag mit tim getroffen, mitbewohner ansehen. die hälfte gar nicht, die andere hälfte hatte nen knall. wir mussten warten und sind in der sonne spazieren gegangen. übern parkplatz auf dem naschmarkt und durch den sechsten. dann wieder gewartet. in der sonne und dann im schatten. die bauarbeiter gratulieren mir alle zu meiner schönen wohnung. schön. tim noch nach hause begleitet und dann auf die uni mit dem festen vorsatz, heute wahnsinnig produktiv zu sein. ich komm rein und als erstes fragt mich lena, ob ich mit ihr in die mensa gehe, ein bier trinken. natürlich. dann sitzen wir da mit einem japaner und einem spanier und diskutieren darüber, was schwanz in welcher sprache heißt. die spanier sagen fut, wenn etwas schlecht ist und schwanz, wenn etwas gut ist. eine sehr einseitige sicht der dinge, eine sehr männliche bestimmt. nach einer stunde geh ich zurück auf die klasse, steuere meinen tisch an, bemerke jedoch, dass ich hunger habe, kratze mich am bauch. blicke wirr durch die gegend und mein augenpaar trifft das auf david. was machst du, fragt er. ich überlege, ob ich ins tofu und chili essen gehe. überlege, wohlgemerkt! david meint, er kommt mit und damit musste ich wohl. wir essen ente und huhn und reden über zeitgenössische künstler. david mag francis bacon und gottfried hellwein. ich finde sue williams und david baechler gerade toll. wir gehen dann noch zum billa und kaufen uns je vier dosen billigstes bier um 40 cent. ich fahr zur clara und trinke tee bei ihr, wir reden über das übliche. sie fährt zum zug, um nach düsseldorf zu fahren, um dort bei der weinmesse gläser zu polieren und dafür scheißviel geld zu kriegen. ich fahre zurück an die uni und hole raphaela ab, mit der ich semina abhole und wir suchen dann wiederum döner und schokolade. ich nur schokolade. in der aula is eine veranstaltung von nem reichen doktor und lauter schickimickis sitzen vor gedeckten tischen und langweilen sich. wir drücken die gesichter an die scheiben, zeigen mit den fingern auf sie, lachen sie aus, fotografieren mit dem handy, bis uns der portier wegscheucht. dann holen wir david ab und gehen zur einweihungsparty von lukas und matthias. party is spärlich besucht aber lustig, so gegen eins oder zwei bin ich so müde, dass ich mich in lukas bett schlafen lege, ne stunde lang, als ich aufstehe, verlassen gerade alle die party und ich setz mich mit matthias in sein zimmer und wir reden bis die sonne aufgeht und noch weiter und rauchen gutes gras und trinken kaffee und tee. matthias kommt aus malawia, ich wusste vorher gar nicht, dass dieses land existiert aber das tut es. und matthias sieht irgendwie aus wie johnny depp. wir machen uns aus, in berlin gemeinsam ins berghain zu gehen und noch lauter dinge und dann wird mir so kalt, dass ich unbedingt in ein bett muss und ich packe meine sachen. fahre zu meiner schwester, les noch macht und rebel fast aus, schlafe ein, ihre katze bewacht mich dabei. ende.

March 23, 2006

perlen vor die säue

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 8:41 am

alleine auf bahnhöfen herumstehen. warum machst du das. weil es hier zeitungen und süßigkeiten gibt. und ich den ganzen tag auf diese große uhr schauen kann. noch besser sind die flughäfen. da spricht fast keiner mehr die sprache oder eine sprache, die ich verstehe. sind ja nur zwei. heute schmerzt der kopf und der hals ist trocken. aber ich habe noch immer nicht das geld für ein ticket in der tasche. geld macht frei. ich habe meine filzstifte in die tasche gepackt und ein buch. mehr braucht es für den tag nicht. ein lattella mango vielleicht. heute nacht wieder die gleiche sehnsucht wie immer. nichts körperliches. wann kommt der tag, an dem ich weggehen kann? so weit wie ich will. zufriedenheit bedeutet stillstand bedeutet tod. an einem ort bleiben ist wie begraben werden. jeder tag eine schaufel voll erde. hier und da ein kleiner ausbruch aber noch nicht genug. etwas erde wegschütten. dann sehe ich wieder klarer, wenn die erde weg ist und dann sehe ich, wie andere menschen das bekommen, wonach ich mich sehne. ich kämpfe darum. ich bettel, ich flehe, ich wünsch es mir so sehr. bei jeder wimper die ich von meinen fingern blase wünsche ich es mir. und die bekommen es geschenkt, nachgeworfen und wollen es nicht. ich bin wie der bettler, der die leute um einen euro anschnorrt. um den er sich ein bier oder eine wurstsemmel kaufen könnte. oder vielleicht is es noch der letzte euro, der für seine drogen fehlt. so wenig könnte so viel glück sein. und dann sieht er, wie die leute münzen in bescheuerte brunnen werfen und sich etwas wünschen. obwohl sie wissen sollten, dass, so bald man sich etwas wünscht, es garantiert nicht in erfüllung gehen wird. denn man soll seinen träumen kein denkmal bauen.

March 22, 2006

lust auf lust die lust ist lustig

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 11:33 am

ich beobachte die leute, die alle kurze zeit bei mir waren. die mir sehr sehr nahe waren. mal auf die eine, mal auf die andere art. das passiert nur, wenn sie single sind. nicht in einer beziehung stecken. wenn die menschen alleine sind, dann wollen sie freunde sein und freunde haben, das ist zwar nicht so gut wie eine beziehung aber es ist immerhin etwas. und wenn man wenigstens (!) freunde hat, dann ist man kein freak. aber, es hilft nichts, bei allen schnappt die falle früher oder später zu und ich verliere sie wieder (obwohl ich sie nie besessen habe, zumindest nicht ganz, den der großteil der seele, des herzens und des körpers bereitet sich permanent auf die drohende, hoffentlich folgende vereinigung mit einem potentiellen lebensgefährten vor) an frauen und männer, die ich nicht kenne aber die wichtig sind. verdammt wichtig. heute bin ich zuggefahren, zweienhalb stunden lang, alleine. gott, war das schön.

ehrlich gesagt. das schönste im leben, also in meinem, noch nicht so langen aber auch nicht mehr ganz so kurzen leben, das beste, das erfüllendste, was mir je wiederfahren ist. ist einerseits meine arbeit. und andererseits alleine reisen. dabei ist es egal, ob es ein flugzeug oder ein autobus oder ein zug ist. na gut. flugzeug ist doch am besten aber ich muss alleine sein. nicht im physischen sinne, ganz egal, ob andere leute mitfahren oder nicht, ich darf sie nur nicht kennen. ich will ein anonymes teil in einer anonymen masse sein und keine sau interessiert sich dafür, was ich denke, wie es mir gerade geht. das ist gut so. ich mag es. denn in wahrheit interessiert sich sowieso niemand dafür, wie es einem geht, wenn man NICHT der partner, der ehemann, die geliebte ist. bei freunden schützt man interesse vor, um sich den freund zumindest so lange als freund zu behalten, bis endlich wieder ein partner oder sonst jemand, mit dem man sich die sinnlose zeit bis zum sterben verbauen kann, im leben auftaucht. aber fremde leute, die mich nicht kennen und meistens gottseidank auch nicht kennenlernen wollen, die tun nicht so. die sind ehrlich. gut. das mag ich. ich kann dann in ruhe buch lesen oder aus dem fenster schauen oder mir ausmalen, wie das dann sein wird, wenn ich reich und berühmt bin und mir meinen goldenen whirlpool mit koks aufschütten lassen kann. wobei drogen. eigentlich auch nicht spannend. weil so schrecklich würdelos. und unproduktiv. nicht, dass man die ganze zeit etwas sinnvolles machen müsste. aber. die zeit lässt sich größtenteils auch stilvoller vertreiben.

oder so wie sex. auch blöd. meistens sind sexuelle fantasien weitaus besser als die realität. wieso sich also selbst der letzten illusionen berauben, dachte ich mir und habe sexuelle aktivitäten vorerst mal eingestellt. darum schreibe ich jetzt meine pornos nur noch im kopf und nicht mehr mit rasiermesserscharfer feder ins echte leben rein. in die haut und ins fleisch anderer leute, in ihren kopf und ins unterbewusstsein tättowiert, ich war da, ich habe dich gefickt, ich hab es gut gemacht und du wirst das niemals vergessen. scheiss doch drauf.

gestern sind wir stundenlang durch graz spaziert, graz ist hübsch, wirklich, das ist mir vorher noch nie aufgefallen. so wie italien, ich war noch nie in italien aber ich stelle mir vor, dass es in italien so aussehen muss wie in der grazer innenstadt und fucking warm war es gestern, der erste frühlingstag. sonne und so. gut.

aber jetzt wieder wien. wie ich es hasse, gerade. es sind einfach zuviele erinnerungen hier. und da. und ort. kein platz, wo man hingehen kann ohne an etwas erniedrigendes erinnert zu werden. ich denke daran, dass ich in ein paar jahren so weit weg sein werde, dass ich verdammt viel geld brauchen werde um zurück zu kommen.

ich schminke mich nicht mehr weil das die gesamtsituation auch nicht verbessert. der versuch, schön zu sein, hat mich keinen zentimeter weitergebracht. also scheiss drauf. meine haare sind fettig, strähnig dünn und das ist gut so. konzentriere dich auf das wesentliche.

 

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