freitagnacht, alles für den hugo!
kostümparty. ich gehe als tischtuch. ich trage ein weißes leintuch mit zwei löchern drin, für die augen und ein großes. für den mund zum essen rein tun. auf das leintuch hab ich sorgfältig mit edding 400 “ceci n’est pas un fantome” geschrieben. niemand hat den witz kapiert. idioten. liebespärchen. überall. sogar eines mit kind. da stehen sie und schieben sich süße häppchen in den rachen und trinken weißwein. sie tun glücklich und haben ein babyfon. schneekugeln mit fotos von sich da stehen. monster edition, gruselig. boah. sie halten sich an den händen und necken sich und sagen dinge, die andere doof aber sie selber süß finden. die insider. ja. babysprache. zum kotzen. und gucke neidisch unter meinem tuchentversteck hervor und will auch. des öfteren kam mir ein vergebener mann zwischen die beine. jetzt nicht überrascht sein. das machen sie doch alle. und dann liegen wir so im bett, nackt, verschwitzt, die brustwarzen vielleicht noch hart, das kondom in die ecke geschleudert. liegen so da und rauchen. oder trinken ausgerauchte cola. dann reden sie immer von den freundinnen. und wie sehr sie die lieben. aber streit und probleme. doch wie sie von diesen frauen reden. mit einem glänzen in den augen. soviel zärtlichkeit in einer handvoll worte. dann glaub ich ihnen, dass es liebe ist. auch wenn sie gerade mit einer wildfremden geschlafen haben. sehr einsam dieser moment. weil es niemanden gibt, der von mir so reden würde.
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