dicke tiere

February 25, 2006

freitagnacht, alles für den hugo!

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 1:03 am

kostümparty. ich gehe als tischtuch. ich trage ein weißes leintuch mit zwei löchern drin, für die augen und ein großes. für den mund zum essen rein tun. auf das leintuch hab ich sorgfältig mit edding 400 “ceci n’est pas un fantome” geschrieben. niemand hat den witz kapiert. idioten. liebespärchen. überall. sogar eines mit kind. da stehen sie und schieben sich süße häppchen in den rachen und trinken weißwein. sie tun glücklich und haben ein babyfon. schneekugeln mit fotos von sich da stehen. monster edition, gruselig. boah. sie halten sich an den händen und necken sich und sagen dinge, die andere doof aber sie selber süß finden. die insider. ja. babysprache. zum kotzen. und gucke neidisch unter meinem tuchentversteck hervor und will auch. des öfteren kam mir ein vergebener mann zwischen die beine. jetzt nicht überrascht sein. das machen sie doch alle. und dann liegen wir so im bett, nackt, verschwitzt, die brustwarzen vielleicht noch hart, das kondom in die ecke geschleudert. liegen so da und rauchen. oder trinken ausgerauchte cola. dann reden sie immer von den freundinnen. und wie sehr sie die lieben. aber streit und probleme. doch wie sie von diesen frauen reden. mit einem glänzen in den augen. soviel zärtlichkeit in einer handvoll worte. dann glaub ich ihnen, dass es liebe ist. auch wenn sie gerade mit einer wildfremden geschlafen haben. sehr einsam dieser moment. weil es niemanden gibt, der von mir so reden würde.

February 24, 2006

gak? gak. gak!

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 12:22 pm

den ganzen monat februar nichts anständiges gemacht außer ficken und feiern. und überdimensionale nackte frauen malen. aber mächtig, phallisch, breitbeinig. meine logopädin meinte vorhin, ich sehe außergewöhnlich gut aus heute. kein wunder, bei der bewegung. und man stelle sich vor, es wird immer besser. mittwoch mittag sitzen wir an dem tisch. wer, das ist egal. tut nichts zur sache. ich habs ja auch nicht so mit namen. er: ich will zum frühstück eine frau stöhnen hören. los, zieh dir die hose aus. ich: gak.
das hat ein nachspiel gegeben. ich sag es euch. holla die waldfee! und dann der kopf. noch ein joint. mehr davon. mdma macht weich und das nicht nur im hirn. mein stamm ist stramm aber ist das hirn matsch, ist auch der gatsch. poesie zur stunde. und übrigens, du blöde fotze, wenn man keine ahnung hat, dann einfach mal die fresse halten! pfth. ich lass mir doch nichts von hackfressen erzählen. so weit kommt es noch. hase meinte gestern, ich wäre die eingebildetste frau, die er kennt. ich nehme das mal als kompliment. ansonsten erzählt er noch, dass er jetzt wahnsinnig verliebt ist. irgendeine aus seiner klasse, glaube ich. jaja. das herz hat mehr kammern als ein bordell. meines sowieso. whats going on in your heart, das wollte er auch noch wissen. tja. tja! GAAAK gak. eine menge. ich kann es gar nicht beschreiben. du solltest nicht fragen, was da los ist. sondern besser: wer da ein und ausgeht. da, wo andere ein prunkvolles, güldenes prachttor mit stuck und putten und der ganzen barockscheiße haben, da steht bei mir ne drehtür. aus glas. ich glaube sowieso nicht, dass es mir in meinen leben jemals vergönnt sein wird, zu lieben. dafür bin ich einfach zu nett. geliebt werden nur, wie die erfahrung zeigt, stutenbissige, eifersüchtige, streitsüchtige, zickige, hysterische menschen, die ein sehr kleines herz haben und darum auch viel liebe brauchen, die eben bei den menschen, die ein großes herz und viel liebe zu geben haben, ein feuer entzünden, welches von wachträumen und hoffnung genährt wird und darum (so wie die hoffnung) zuletzt und nach allem anderen stirbt. da macht man sich am besten erst gar keine illusionen und findet sich mit einem großen freundeskreis und einer ausufernden und ausgelebten sexualität ab. himmelherrgottkreizjakobdiwidomini. wie meine oma immer zu sagen pflegt. halligalli und remmidemmi 24 stunden non stop. oh und übrigens kenn ich jetzt endlich mal jemanden, der genau so auf heißen kohlen sitzt wie ich. ich kann einfach nie genug kriegen, meinte er. oder so. ich will immer mehr. und die letzten zwei tage hab ich nur masturbiert. versteh ich, versteh ich voll und ganz, murmelte ich in die decke rein. und männer, die auf der alm arbeiten, die sind alle. hüstel. nächster punkt auf der liste: dirndl kaufen. hattest du schon mal nen dreier? ne. klasse. probier das mal. das ist endlich mal ausreichend. du weißt schon. da hat man so annähernd das gefühl, satt zu werden. dieses emotionale loch, das sich durch nichts stopfen lässt. ist wie hunger, als würde man verhungern, das jeden tag und in der nacht noch schlimmer. noch nagender, verzweifelter. es ist nicht wie sonst, druck, der unter deckeln kocht und abgelassen werden muss. es ist das gegenteil, es ist vakuum. druck baut sich auf, vakuum wird abgesaugt erzeugt. leerer. ich rede nicht von dieser weltschmerz-”ich bin ein langweiliger niemand und darum versuch ich mich jetzt durch eingebildete depressionen interessanter zu machen”-leere. sondern von der. ein schwarzes loch. mitten in dir drin. klafft weit zwischen deinen beinen auf und deinem mund und deinen augen, in der mitte deiner handfläche, deine brustwarzen, bei männern sowie bei frauen, es ist nichts greifbares, nichts plastisches. kein objekt. mehr eine idee, von etwas, eine metapher für unbeschreibliches. schwarz weil es ein dunkles gefühl ist. mehr hölle als himmel. die andere seite. die dunkle seite der macht. und was dich dort hin treibt, an diesen schrecklichen ort, das ist stärker und verführerischer als alles andere. es ist nicht der leichtere weg. schwachsinn. es ist schwerer. es bedeutet selbstüberwindung, der kampf mit deinen eigenen ängsten. sich in den abgrund zu stürzen ist ein furchteinflößenderer akt als die wolkentreppe gen himmel hinaufzusteigen. und dort, wenn ich auf den grund falle, ich ahne, was mich erwarten wird, wenn ich mich darauf einlasse. ich sagte mal like kinky kinski zu jemanden. er verstand sofort, was ich meinte. er war mir in der hinsicht sehr ähnlich. ich glaube überhaupt. dass es nicht viele gibt, die es verstehen werden. würden. könnten. was macht das schon. ich glaube, dass jeder mensch einzigartig ist. aber in seinen verschiedenen einzigartigkeiten gibt es doch kleine grüppchen von anderen leuten, die ihm darin gleichen, die ihn verstehen, in dieser oder jener hinsicht aber niemals völlig. so sind wir nie allein, sondern immer lose an kleine gruppen von wahnsinnigen gebunden, von unseren perversionen miteinander vereint. wie hübsch ist das mitanzusehen, diese kleinen schafe und ihre bunte wolle. über den sternenhimmel miteinander verwebt und zusammen, ein wangenweicher teppich, der sich durch das nichts wellt und wiegt.

February 20, 2006

soweit es mich trägt

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 10:29 pm

“ich möchte gern auf einer einsamen insel leben, weit weg von anderen menschen. es gibt nichts, wonach man ein solches verlangen haben kann wie nach dem meer. die liebe des menschen zum meer ist selbstlos. wir können es nicht bändigen, sein wasser können wir nicht trinken, in seiner umarmung sterben wir. und trotzdem, sind wir vom meer weg, dann haben wir das gefühl, als verdorre etwas von unserer eigenen seele in uns, als verschwinde es wie ein angespülter medusenstern auf dem trockenen sand.”

 von tania blixen, aus “der affe”

ein meter fun

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 12:33 pm

sonntagnachmittage im sonnenschein und winterabende wie sommerlaunen. alles frisch, der himmel ultramarindunkelsamtblau, die wolken feucht aber die erde noch nicht berührend. warm, ist es, nicht? wir ziehen uns jacken an, die mit kapuzen, da kann man darunter fettige haare tragen und niemand sieht es. auch egal. im jogginghosen einen abendspaziergang zu mcdonalds. vorbei an jugendstilhäusern, british petroil tankstellen, bundesstraßen, baumärkten, ubahnhöfen, alles im plural. weil soviel gebaut. hier in einen bezirk. ich rede über das sterben. sie über unfälle. ich rede über angst vor dem tod. weil es dann aus ist. was macht das schon. noch ein softeis. zwei softeis, eins mit karamellsoße. die mit einer konsistenz, so zäh und klebrig wie superkleber. kariös grinse ich die frau in rot an und verlange nach mehr. sie hat akne und fasst den eisbecher ohne serviette an. ernsthaftes studium der tablettunterlage. kalorien und zutaten von fast food. fast food. fast ein essen. haha. sagt mein vater immer. sie denkt, dass das leben bis 30 gut ist. und nachher. naja. dann sind einem vielleicht andere dinge wichtig. dann definiert man sich nicht mehr so über das aussehen. meine liebe. ich finde das komisch. ich habe mich noch nie über mein aussehen definiert. sondern nur über meine intelligenz und mein talent. gut. noch mehr eis bei der tankstelle. ich habe mich aber auch noch nie schön gefunden. beziehungsweise. du weißt schon. zu oft gehört. das gegenteil. hier in dem laden gibt es überteuerten süßkram und einen meter spaß zum preis von eins zehn. das ist schon mal viel mehr, als die meisten männer bieten können. ich kauf den meter fun. und lache mit dem tankwart, siehst du, hat sich schon ausgezahlt. dann im computerbildschirm hab ich mir 2046 angeschaut. same shit as usual. egozentrischer mann rennt mit scheuklappen und ellbogen durchs leben und wundert sich, warum er nicht glücklich wird. möglich. zuviel persönliches reininterpretiert. aber was macht kunst schon für einen sinn, wenn man sich nicht mit den protagonisten identifiziert? was macht kunst für einen sinn, wenn man es nicht persönlich nimmt? dann ist es nur unterhaltung. sonst. nämlich! objektivität ist was für feiglinge. ich sag ja nicht schlecht, sag ich nicht, ne. ich sag nur. fuck off. selbst schuld.und dann noch herumheulen, jaja. kenn ich schon. immer die selbe, alte leier. diese unglücklichen menschen. die muss man noch viel unglücklicher machen. die wollen es ja nicht anders. die wollen leiden. die wollen deprimiert sein und ein scheißleben haben. die masturbieren mit unwohlsein, vor den fotos ihrer verstorbenen, vor unbezahlten rechnungen, vor schlechten weltnachrichten, vor dem spiegel und vor der waage. ich sage: lass sie doch. wenn sie. wollen. dann bitte, helf ich ihnen gerne. so manches buch hat nur einen guten satz. und drum herum. da baut man halt ein buch. damit es wichtig ist und so. ich würde es an die wand sprühen aber nicht nur an eine wand sondern an tausende wände, in tausend städte dieser welt. wenn ich mal reich bin und mein flugzeug habe, dann. ja dann. werde ich sprühen und die botschaft wird lauten. geheim. wird ne überraschung. aber es wird. etwas gutes sein, das glücklich macht. weil shit happens sowieso everywhere.

February 17, 2006

im park

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 6:59 pm

von so einem lebensbejahenden tiefblau wie heute war der himmel schon lange nicht mehr. ich stand mit zittrigen knien und versifften klamotten in der ubahnstation. sonne. luft. licht. mehr davon! ich hatte noch ne halbe stunde zeit, also nahm ich den umweg durch den schönbrunner schloßgarten. ich war wirklich schon zu jeder jahreszeit dort aber ich schwöre, so schön wie heute, war es noch nie. und das im februar, der monat, dem niemand etwas zutraut. der boden war mit einer dicken kruste geschmolzenen eis belegt, nicht mehr hart aber auch noch nicht ganz weiß, so wie dieses crushed eis, dass sie in die milkshakes tun. das eis und das wasser reflektierte die azurblaue farbe des himmels, es sah aus, als würde man hoch in den alpen auf einen gletscher stehen, gleißendes reines licht von überall her, aus dem boden und vom himmel. abwechselnd wirbelte ein schwarm weißer und ein schwarm schwarzer vögel durch die luft. manchmal ist die realität kitschiger als jedes vorstellbare rokoko-gemälde.  inmitten eines sees geschmolzenen wassers stand eine einsame parkbank. ich versuchte auf einzelnen, noch stabilen eisschollen hinüber zu gelangen, elegant wie ein pinguin watschelte ich durch den schlamm. dann saß ich, wie eine schiffsbrüchige, auf der berühmten einsamen insel mit nur einer palme (in meinem fall eine straßenlaterne). fünf minuten saß ich völlig in mich und die welt um mich herum versunken da.

February 16, 2006

das reicht jetzt aber auch

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 2:37 pm

welch wundervoller tag! mit martin bis neun uhr morgens in der gräfin gesessen. mein kopf tief im bier versunken, er sich an seinen doppelten espresso klammernd. wir bewundern gegenseitig unsere großen pupillen und der inder am tisch da hinten starrt mich die ganze zeit an. wir reden. viel und lange. über die notwenigkeit jemanden abends alltagsbanalitäten zu erzählen. und die leere, die sich einstellt, wenn man das plötzlich nicht mehr kann. wir sitzen am kältesten tisch im ganzen lokal. der wind bläßt durch die undichten fenster hinein. zittern. mehr trinken, damit wärmer. ich hab jedesmal beim tischfussball spielen gewonnen. die vernichterin einen abend lang. und was sonst noch passiert ist, war schlimm. war verboten. aber kann man darüber bloggen? besser nicht. und genug hab ich auch. genug von sex, genug von liebe, genug von allem, was etwas anderes ist als eine platonische freundschaft. ist den aufwand einfach nicht wert. findet die katze auch.

February 14, 2006

especially for you!

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 7:14 pm

anlässlich des beschissensten feiertages überhaupt, zitiere ich hier eine kleine textpassage von dorothy parker, für meine zwecke leicht verändert. ich bin mir sicher, jeder leser hat einen ganz besonderen menschen im herzen, dessen namen er hier einsetzen wird:

 war ______ donnerstag abend hier mit dir? naja, steht ihm ja. abgesehen von einem bergwerk untertags kann ich mir keinen ort vorstellen, wo das licht schmeichelhafter wäre für seine visage. kennst du wirklich viele leute, die behaupten, dass er gut aussieht? du suchst dir deine bekannten woh unter den hornhautgeschädigten, was, schatz? wieso denn, gar nichts bin ich - es ist bloß einfach so, entweder man kann gucken oder eben nicht. also für mich sieht ______ aus wie ein etwas, das seine jungen frisst. gut gekleidet? _____ gut gekleidet? willst du mich veräppeln, in meinem alter? ist das dein ernst? du lieber gott. du meinst im ernst, was er anhat, ist absicht? du lieber himmel, ich dachte immer, er kommt gerade aus einem brennenden haus herausgerannt.

February 13, 2006

blind, taub und stumm

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 10:17 pm

sie stand auf der straße. trug einen kurzen rock. und halterlose strümpfe. der gummi zwickte in den oberschenkel. das fleisch wölbte sich. sie fuhr mit den rotlackierten fingern unter die jacke und rieb an ihren brustwarzen. heute nacht. er kam auf einem fahrrad. sie lächelte ihn an. er stellte sich vor. mike oder ein ähnlich bescheuerter name. mike hatte zwei pornos dabei. gerade aus der videothek ausgeliehen. er konnte wählen zwischen wichsen oder dieser frau. sie nahm noch einen schluck aus ihrer sektflasche und sah ihn dabei durch halbgeschlossene augenlider an. sie hatte schöne augen. grazil geschminkte, himmelblaue augen. mike war personal trainer und ziemlich blöd. sie stellte sich vor. lulu. das war zwar nicht ihr richtiger name aber was tut der schon zur sache? sie packte ihn am arm und zog mike in den club. ein dunkles gemäuer, steile treppen nach unten. rotes licht im nebel. harte beats. überall knutschende schwule. in der ecke holten sich zwei einen runter. gleich würde der blonde dem schwarzen einen blasen. sie die einzigen zwei heten hier. lulu drehte sich zu mike um. er grinste und wusste nichts zu sagen. mike war nicht so gut mit worten. also packte er ihr gepudertes köpfchen und steckte seine proletenzunge hinein. lulu griff ihm reflexartig zwischen die beine. es hatte sich gelohnt. sie hätte nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde. sie wand sich geschickt aus seiner umarmung und flüchtete zur bar. sie kannte die stelle, an der man leicht flaschen klauen konnte. abwarten. die zwei barkeeper am anderen ende. blitschnell zog sie ne flasche whiskey in ihre tasche. niemand bemerkt. lulu sperrte sich am klo ein. zog den slip hinunter. alles schon verklebt vor lauter lust. dieser mann. viele muskeln, kleines hirn. versprach eine menge. sie pisste eine runde. hörte dabei schniefen von links und rechts. mehr beine als nötig in jedem klo. sie nahm das als anlass, ihr speed auszupacken. schnell noch zwei lines legen. sie trank. putze sich die nase. noch zwei kondome in der tasche. reicht. sie zog den lippenstift vor dem spiegel nicht nach. wäre sowieso bald weggelutscht. mike suchte schon die tanzfläche nach ihr ab. wie ein geiferndes, wildes tier. mit aufgeblähten nüstern. sie umarmte ihn von hinten und lachte schrill. schob ihm einen becher whiskey in die hand. mike erzählte lulu von seiner wohnung, gleich hier um die ecke. sie leckte an seinem hals. er nahm ihre hand und zog sie hinauf. in die kalte dunkelheit. ihren mantel lies sie hinter der couch. im club. sie würde später zurückkommen. sie fuhren mit dem lift. viele stockwerke, es war ein hochhaus. mike redete. lulu hörte zu und hatte drei sekunden später schon vergessen, wovon er sprach. sie war mit den gedanken woanders. sie lag in einem bett. auf ihr ein warmer körper. sie umarmte diesen körper. streichelte sein haar. flüsterte ihm dinge ins ohr. lächelte. sie hatte nie zuvor in ihrem leben so gelächtelt. und nie danach. doch das war jetzt vorbei. der aufzug hielt im 15. stock. sein appartement war groß. edel. viel holz. große fenster. er bot ihr was zu trinken an und sie setzte sich aufs bett. er kam zu ihr. setzte sich hinter sie und zog ihren BH aus. streichelte ihre großen brüste. saugte an ihrer weichen haut. am hals. sie schloss die augen.spürte seinen harten schwanz an ihrem arsch. eigentlich hatte sie keine lust. aber es gab kein zurück mehr. nicht, weil sie sich nicht wehren hätte können. lulu war müde. lulu wollte schlafen. sie lies ihn machen. er drückte sie auf die matratze. sie zog sich aus. er küsste gut aber schmeckte schlecht. der geruch aus seinem mund. den mochte sie nicht. mike hielt sich nicht großartig mit der befriedigung von lulu auf. er setzte sich breitbeinig auf ihre brust und schob ihr seinen schwanz in den mund. sie lutschte daran. aber sehr herzlos. nicht mal an der stelle schmeckt er gut. dachte lulu sich. sie hatte ihn sich größer vorgestellt. mach doch endlich. ich brauch ne line speed. dachte sie sich. mike zog sich ein kondom über. der geruch von gummi an seinen händen. sie verzog das gesicht. sie spürte nichts bemerkenswertes. bis er sie von hinten nahm. lulu wollte bei one night stands immer sex von hinten. es war besser, den typen dabei nicht ins gesicht zu sehen. für sie. und es war geiler. meistens. sie drehte sich bereitwillig um. er legte los. auf einmal ein infernaler schmerz ganz tief in lulu drinnen. sie keuchte auf. ihre augen traten aus den höhlen. als würde er sie mit einem küchenmesser ficken. sie hielt inne. wo kam es her? hatte sie das vorher schon mal gespürt. sie sagte nichts. lies ihn weitermachen. mike rackerte sich gewaltig ab. er denkt wohl, er ist ein pornostar. dachte lulu. der schmerz wurde immer stärker. dem rythmus von mike nach. lulu stöhnte vor schmerzen. er dachte, es wäre aus lust. und wurde schneller. tränen schossen ihr in die augen. sie verkrampfte sich. dadurch noch schlimmer. warum brach sie nicht ab? warte noch ein bißchen. sagte sie zu sich selbst. vielleicht wird es besser. aber sie wollte kein ende. mach weiter. fester. los. stoß zu. sie schrie. aufspießen. wie ein spanferkel. es tat so weh. sie wollte, dass er weiter macht. dass sein schwanz wie ein schwert. sie blutig macht. alles schlechte aus ihr rausfickt. noch mehr. tu mir weh. bestraf mich. ich war böse. dachte lulu. sie fühlte etwas kaltes in sich aufsteigen. kalte, schwarze lust. sie wusste. so nah wie in diesem augenblick war sie der hölle niemals zuvor. ihre augen flatterten. mike merkte nichts. er schob ihre schenkel weiter auseinander. um noch tiefer zu können. es gefiel ihr wohl so. geil. was für eine schlampe. er presste sich so fest an diesen wippenden arsch, wie er nur konnte. mike war in seinem element. mach die fotze fertig. lulu wimmerte nur noch. er kam. spritze auf ihren brüsten ab. sie krümmte sich zusammen. er fragte, ob er gut war. sie nickte und presste den kopf in die decke. satinbettwäsche. lulu hat satinbettwäsche schon immer gehasst. besonders schwarze. ein paar minuten lang schlief sie komatös. wie in trance. sie dachte an jemand anderen. an sein goldenes lächeln. wie sanft er jetzt ihre hand gehalten hätte. sie würde gerne weinen. aber nicht vor mike. ging ihn nichts an. würde auch nicht interessieren. sie wollte ja auch nichts von seinen problemen wissen. er legte sich auf sie. seinen schweren körper. er wollte noch mal. sie aber nicht. sie sprang auf und rannte in die küche. sah sich hektisch nach einer glatten fläche um. der elektroherd. mit zitternden händen kramte sie ihr briefchen aus der tasche. sie hatte nicht mehr die nerven, um eine schöne line zu legen. sie schüttete lieblos ein häufchen aus der tüte. rollte einen zwanzigeuro schein. jagte sich amphetamine durch die nase. machst du das öfters? fragte mike. geht so. sagte lulu. sie wollte hier nur noch weg. sein dummes gesicht nicht mehr ertragen. beinahe schon panisch. fliehen. weit weit weg von diesem geruch. sex. sie zog sich an. hastig. abschiedskuss. wozu eigentlich. zwei strassen weiter würde sie seinen namen schon nicht mehr wissen. sie hatte den whiskey vor der tür versteckt. er war noch da. sie nahm einen tiefen schluck. eine stunde hatte sie gebraucht. ihr unterleib schmerzte. was hatte der typ da bloß kaputtgefickt? so groß war sein schwanz auch nicht gewesen. sie sah in ihrem slip nach. kein blut. seltsam. sie ging ein paar schritte. es war sommer aber sehr frisch. auf dem großen betondenkmal vor dem turm saßen leute. sie setzte sich dazu und schnorrte eine zigarette. dann noch nen joint. wollte aber nicht reden. sie ging weiter. richtung club. sie musste wieder denken. sie hasste das. lulu fühlte sich schrecklich. als würde jemand ihr herz brechen. aber nicht nur einmal. sondern immer wieder. und wieder. jede sekunde. mit einem großen vorschlaghammer draufhauen. sie dachte an sein gesicht. das hätte viel eher den hammer verdient. als ihr herz. sie würde es gerne ansehen. jetzt. aber das ging nicht. das würde nie wieder gehen. zumindest wäre es nicht mehr das selber. wie früher. was war schief gelaufen? sie verstand es noch immer nicht. hatte doch nur. nur. lieben. wollen. immer nur geliebt. vom ersten augenblick an. sogar jetzt noch. aber sinnlos. denn da war nur noch wüste. und hass. jede berührung wäre qual. lulu weinte. und dann hörte sie auf. nach ein paar tränen. sie konnte nicht mehr weinen. hatte zuviel wasser verloren, die letzten tage. sie war so unsagbar leer. minus unendlich leer. wo es sie doch so ausgefüllt hatte. damals. und jetzt weg. sie setzte sich auf eine parkbank. wozu sich noch umstände machen. sie steckte ihre nase ins papier und sog den letzten rest droge in sich ein. speed half ihr schon immer bei liebeskummer. wusste nicht warum. tötet gefühle ab. einfach so. macht es erträglicher. seine augen. seine haare. seine hände. sein blick. noch ein schlucki, schnucki. sie fühlte sich nicht mal mehr einsam. sie fühlte überhaupt nicht mehr. jetzt spürte sie das blut zwischen ihren beinen. aber das war noch nicht genug. mike hatte sie fertig gemacht. das war gut gewesen. sie war nah bei sich gewesen. der schmerz. dadurch lebendig. wieder mal. sie nahm ihr etui aus der tasche. in einem tuch. eingewickelt. vorsichtig ihr freund. die rasierklinge. lulu wollte jetzt keine dramatik. sie schnitt sich dreimal in den linken arm. unspektakulär. nicht mal besonders tief. sie atmete erleichtert auf. besser. so. sie würde zurück auf die party gehen. freunde treffen. den handschuh über den frischen schorf ziehen. lächeln. stolz von der eroberung erzählen. einiges verschweigen. alle hatten sie beobachtet. das sei der schönste mann des abends gewesen. hat jemand gesagt. und sie ihn abgekriegt. sie fühlte sich attraktiv. und wahnsinnig wild. lulu schmiss noch ne pille. von jetzt an die liebe!

realitätsfremd

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 11:51 am

wie kann man nur die wirklichkeit so verkennen?

 naja.

 wenn du dich jetzt besser fühlst, bitte.

 hauptsache, du bist glücklich, schatz :*

 

February 12, 2006

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 4:14 pm

noch so ein tag. meine wangen schmerzen und die zunge ist rauh wie die einer katze. ich hab von der verbotenen milch genascht. wieder mal. du kannst den fleischhaufen vor die tür bringen und dann wieder fahren. andis mutter hat knödel gekocht. und ich will etwas warmes. christoph hat vorhin mit mir geschimpft weil ich seine salami und seine erdnussbutter gegessen habe. knödel bitte durch den türspalt quetschen. ich mag sex am morgen. das ist sowieso die einzig akzeptable art und weise, den tag zu beginnen. einfach nur den hintern rausstrecken. geht schon. wir gehen jetzt in die videothek. er sieht sich den ganzen tag lang schon ein video an. wo er mit dem longboard das parkhaus herab fährt. videoanalyse. trust busk. auf der angewandten kann man sich genau so langweilen. er hat mich am zopf gepackt und an den haaren gezogen. findest du das geil? ja. schon. donnerstag machen wir das. aber ich hab die ganze zeit nur an ihn denken müssen. ist das jetzt verliebt sein, herr gscheit? also davor, dabei und danach. geträumt habe ich heute auch. von geschlechtsverkehr mit gespenstern in einem monströsen supermarkt. kannst du bitte mal dein blödes maul halten? ich will hier fernsehen. der nachteil ist, dass man mit den leuten kommunzieren will. wenn man halt. der körper. wie ein wildes tier. so, sind drei männer (na gut,dreienhalb)  jetzt genug für die woche? kleine raupe nimmersatt. aber ich finde das jetzt romantisch, dass wir beide zeitgleich gevögelt haben. das licht war heute morgen (halb drei) vanillefarben und der himmel ist jetzt blasslila. draußen im schnee sitzt ein vogel. ein paar flocken fallen aus dem nichts. die farben sind verwaschen. in penzing gibts verdammt viele, schöne hinterhöfe. kaltes wasser und nougatschokolade zu mittag.

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