den ganzen monat februar nichts anständiges gemacht außer ficken und feiern. und überdimensionale nackte frauen malen. aber mächtig, phallisch, breitbeinig. meine logopädin meinte vorhin, ich sehe außergewöhnlich gut aus heute. kein wunder, bei der bewegung. und man stelle sich vor, es wird immer besser. mittwoch mittag sitzen wir an dem tisch. wer, das ist egal. tut nichts zur sache. ich habs ja auch nicht so mit namen. er: ich will zum frühstück eine frau stöhnen hören. los, zieh dir die hose aus. ich: gak.
das hat ein nachspiel gegeben. ich sag es euch. holla die waldfee! und dann der kopf. noch ein joint. mehr davon. mdma macht weich und das nicht nur im hirn. mein stamm ist stramm aber ist das hirn matsch, ist auch der gatsch. poesie zur stunde. und übrigens, du blöde fotze, wenn man keine ahnung hat, dann einfach mal die fresse halten! pfth. ich lass mir doch nichts von hackfressen erzählen. so weit kommt es noch. hase meinte gestern, ich wäre die eingebildetste frau, die er kennt. ich nehme das mal als kompliment. ansonsten erzählt er noch, dass er jetzt wahnsinnig verliebt ist. irgendeine aus seiner klasse, glaube ich. jaja. das herz hat mehr kammern als ein bordell. meines sowieso. whats going on in your heart, das wollte er auch noch wissen. tja. tja! GAAAK gak. eine menge. ich kann es gar nicht beschreiben. du solltest nicht fragen, was da los ist. sondern besser: wer da ein und ausgeht. da, wo andere ein prunkvolles, güldenes prachttor mit stuck und putten und der ganzen barockscheiße haben, da steht bei mir ne drehtür. aus glas. ich glaube sowieso nicht, dass es mir in meinen leben jemals vergönnt sein wird, zu lieben. dafür bin ich einfach zu nett. geliebt werden nur, wie die erfahrung zeigt, stutenbissige, eifersüchtige, streitsüchtige, zickige, hysterische menschen, die ein sehr kleines herz haben und darum auch viel liebe brauchen, die eben bei den menschen, die ein großes herz und viel liebe zu geben haben, ein feuer entzünden, welches von wachträumen und hoffnung genährt wird und darum (so wie die hoffnung) zuletzt und nach allem anderen stirbt. da macht man sich am besten erst gar keine illusionen und findet sich mit einem großen freundeskreis und einer ausufernden und ausgelebten sexualität ab. himmelherrgottkreizjakobdiwidomini. wie meine oma immer zu sagen pflegt. halligalli und remmidemmi 24 stunden non stop. oh und übrigens kenn ich jetzt endlich mal jemanden, der genau so auf heißen kohlen sitzt wie ich. ich kann einfach nie genug kriegen, meinte er. oder so. ich will immer mehr. und die letzten zwei tage hab ich nur masturbiert. versteh ich, versteh ich voll und ganz, murmelte ich in die decke rein. und männer, die auf der alm arbeiten, die sind alle. hüstel. nächster punkt auf der liste: dirndl kaufen. hattest du schon mal nen dreier? ne. klasse. probier das mal. das ist endlich mal ausreichend. du weißt schon. da hat man so annähernd das gefühl, satt zu werden. dieses emotionale loch, das sich durch nichts stopfen lässt. ist wie hunger, als würde man verhungern, das jeden tag und in der nacht noch schlimmer. noch nagender, verzweifelter. es ist nicht wie sonst, druck, der unter deckeln kocht und abgelassen werden muss. es ist das gegenteil, es ist vakuum. druck baut sich auf, vakuum wird abgesaugt erzeugt. leerer. ich rede nicht von dieser weltschmerz-”ich bin ein langweiliger niemand und darum versuch ich mich jetzt durch eingebildete depressionen interessanter zu machen”-leere. sondern von der. ein schwarzes loch. mitten in dir drin. klafft weit zwischen deinen beinen auf und deinem mund und deinen augen, in der mitte deiner handfläche, deine brustwarzen, bei männern sowie bei frauen, es ist nichts greifbares, nichts plastisches. kein objekt. mehr eine idee, von etwas, eine metapher für unbeschreibliches. schwarz weil es ein dunkles gefühl ist. mehr hölle als himmel. die andere seite. die dunkle seite der macht. und was dich dort hin treibt, an diesen schrecklichen ort, das ist stärker und verführerischer als alles andere. es ist nicht der leichtere weg. schwachsinn. es ist schwerer. es bedeutet selbstüberwindung, der kampf mit deinen eigenen ängsten. sich in den abgrund zu stürzen ist ein furchteinflößenderer akt als die wolkentreppe gen himmel hinaufzusteigen. und dort, wenn ich auf den grund falle, ich ahne, was mich erwarten wird, wenn ich mich darauf einlasse. ich sagte mal like kinky kinski zu jemanden. er verstand sofort, was ich meinte. er war mir in der hinsicht sehr ähnlich. ich glaube überhaupt. dass es nicht viele gibt, die es verstehen werden. würden. könnten. was macht das schon. ich glaube, dass jeder mensch einzigartig ist. aber in seinen verschiedenen einzigartigkeiten gibt es doch kleine grüppchen von anderen leuten, die ihm darin gleichen, die ihn verstehen, in dieser oder jener hinsicht aber niemals völlig. so sind wir nie allein, sondern immer lose an kleine gruppen von wahnsinnigen gebunden, von unseren perversionen miteinander vereint. wie hübsch ist das mitanzusehen, diese kleinen schafe und ihre bunte wolle. über den sternenhimmel miteinander verwebt und zusammen, ein wangenweicher teppich, der sich durch das nichts wellt und wiegt.