dicke tiere

January 27, 2006

lass uns ein schaf machen!

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 2:57 pm

niemand wusste gestern, wieviele beruhigungstabletten ich geschluckt hatte. mehr als sonst. ich wurde gefragt, warum ich heute so still bin. ich saß auf einem stuhl inmitten einer vernissage in einer arztpraxis und starrte so vor mich hin. das wurde nur durch gelegentliches brötchen essen unterbrochen. die brötchen waren lecker. weißbrot und brandteig und roggenbrot. viele, verschiedene aufstriche. wusste gar nicht, was das war. ich bin ja ein prolet und kenne nur liptauer und eiaufstrich. jemanden hab ich dann mein glas in die hand gedrückt und gefragt: hast du mitleid mit meiner erbärmlichen existenz? sie meinte: irgendwie schon. ich: dann hol mir bitte ein neues glas rotwein. so ging es dahin. der abend plätscherte. der professor schwafelte. wie üblich. ich wurde vor meinen augen auf eine party nicht eingeladen. noch mal glück gehabt, dachte ich mir, weil die von der unsymphatischsten person der ganzen klasse ausgerichtet wurde. andererseits schon ein bißchen beleidigt. was solls. beruht die antipathie wenigstens auf gegenseitigkeit. dann meinte sie, wir gehen jetzt ins atelier vom so und so. ob ich mitkomme. hmmm. nein, mir ist jetzt nicht mehr nach gesellschaft. lieber rannte ich zum volkstheater. der vorletzte zug und noch eine zeitung gekauft. außerdem war ich gekränkt. ich kaufte mir eine vanilla coke, weil die tröstet. find ich halt. die kälte frisst sich ins gesicht. aber zumindest bleibt das make up frisch. wenn ich abends nach hause komme, seh ich noch genau so aus wie morgens. sogar die mimik ist die gleiche. deshalb ist besonders wichtig, den tag mit einem lächeln zu beginnen. meine lieblingsfigur bei alice im wunderland war immer die grinsekatze. auf englisch heißt sie cheshire cat. bei disney war sie so dick gezeichnet. und lila-rosa. ich mochte die vorstellung, dass sich mein grinsendes gebiss theoretisch in den mond am himmel verwandeln könnte. und auch, dass lunatic verrückt heißt. mondrückt. genug crazy assoziationen für heute. zuhause hab ich mich als erstes nackt ausgezogen. das mache ich am liebsten. ich hab mal einen test gemacht. so persönlichkeitskram. das ergebnis war, ich bin ein performer. was auch immer das bedeuten mag, auf jeden fall, stand ganz am ende “you like beeing naked”. das stimmt. aber ich schweife schon wieder ab. ich drapierte katze, zeitungen, wasserflasche und tabletten formschön um mein bett herum. legte mich hinein und wartete auf den schlaf. der nicht kam. die sau. aber dann später doch. dafür kam spätnachts ein anderes schwein. das sich euphorisch auf mich warf und, in einer aromawolke aus weindünsten schwebend, mir von mit knödeln gefüllten schweinemägen erzählte. es zog sich bis auf seine reizende unterhose aus. nahm mir die decke weg. ich schlug wie gewöhnlich drauf ein. wir verknoteten uns ineinander. zuerst ein schaf. und dann der schlaf.

January 26, 2006

nihil!

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 3:26 pm

ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreibenich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreibenich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben ich kann nicht schreiben
 

 

 

 

warum nicht?

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 9:53 am

hab vorgestern einen ewig langen text für hier geschrieben und ihn dann - aus versehen - gelöscht.

war mir unmöglich, den noch mal zu schreiben. es wäre nicht mehr das selbe gewesen. nur eine billige kopie. die richtig guten dinge im leben, die lassen sich nun mal nicht wiederholen. so wie  das erste mal verliebt sein. das war toll und danach geht es kontinuierlich bergab.  blöd nur, dass man ab dem zeitpunkt schon seine ideale gesetzt hat und mit der gewissheit leben muss, dass sie für immer unerreichbar sein werden. es bleibt einem nichts übrig, als mit der erinnerung an damals zu leben und, wenn man sich selbst etwas gutes tun will, sie mit der zeit am besten zu vergessen. gut, ich habe meine lektion gelernt und die lautet: konzentriere dich nicht auf das, von dem du träumst sondern auf das, was du kannst.

January 22, 2006

i can’t find myself i got lost in someone else

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 2:59 pm

sie saß auf einem braunen sofa und blickte erstaunt auf ihre blutenden hände. sie konnte die fingernagelgroßen glasscherben genau erkennen, die in ihrem fleisch steckten, das blut tropfte dickflüssig aber mit erstaunlicher geschwindigkeit aus ihr heraus. sie konnte sich nicht erklären, wie das passiert war. ihre hände begannen zu zittern, während sie wie erstarrt in der luft vor ihrem gesicht hingen, zuerst nur ganz leicht und fein. dann stärker und am ende dachte sie, die hände hätten ein eigenleben entwickelt. das blut spritze durch die heftige bewegung in eleganten bögen auf den dunklen boden und auf ihr vor schrecken geweitetes gesicht. fremde leute gingen immer wieder an ihr vorbei, ignorierten sie jedoch. sie bekam es mit der angst zu tun, das zittern hatte inzwischen ihren ganzen körper ergriffen . mit einem schlag erwachte sie und stellte fest, dass sie vollkommen nackt im bett lag. sie hatte vor kälte gezittert. neben ihr lag ein warmer, großer körper. sie hatte sich noch nicht endgültig von dem traum gelöst und kroch verängstigt zu dem mann unter die decke. seine haut war heiß und roch nach zuhause. doch eigentlich war er ein fremder für sie. warum er in ihrem bett lag, wusste sie nicht genau. hatte ihn mal danach gefragt aber keine antwort bekommen. sie wollte nicht mehr nachdenken, schon gar nicht, wenn sie nicht verstand, um was es ging. sie umarmte seinen rücken, und steckte ihre hand zwischen seine finger. sie dachte nach. gestern war sonntag gewesen. sie waren den ganzen tag im bett geblieben. hatten sich geliebt, immer und immer wieder, als wäre es das letzte mal. das zimmer roch nach sex. schwüle, klebrige luft. beide waren sie verschwitzt und von ihren körpersäften durchnässt. sie hielten sich eng umschlungen, niemand kam auf die idee, aufzuspringen und ins bad zu rennen. um sich zu duschen. im gegenteil, es erregte sie nur noch mehr. die feuchte haut und zusammen träumen. sie sahen sich lange in die augen. auch als sie miteinander schliefen. nie waren sie einander so nahe gewesen. sie hatte das gefühl, jedes wort wäre überflüssig. würde diese intimität, die es sonst nie zwischen ihnen gegeben hatte, unwiderbringlich zerstören. also schwiegen sie den ganzen tag. er war ohnehin nicht der typ für überflüssige gespräche. die frau stellte sich vor, wie schön es wäre, miteinander zu verschmelzen. der mann hatte zur gleichen zeit angst, in diesem eins werden mit der frau sich selbst zu verlieren. das hatte sie mal wo gelesen. war das der grund, warum die wenigsten menschen nähe zuließen? oder verliebt man sich einfach zu selten so stark. so oder so war es deprimierend. sie wollte aber nicht mehr traurig sein, wollte lieber sein gewicht auf sich spüren. sie streichelte ihn an der stelle, von der er wusste, dass es etwas zu bedeuten hatte. er schob ihre hand weg. sie lag ein paar minuten bewegungslos neben ihm. wie ein schlag ins gesicht. sie schämte sich. und wurde wütend. es wäre wohl besser, zu gehen. sie wartete, bis sein atem wieder langsam und flach ging. dann suchte sie ihr kleid und die strümpfe, zog sich an, ging. den slip konnte sie nicht mehr finden. sollte er ihn behalten. vielleicht würde es ihn ja traurig machen. aber wahrscheinlich nicht. sie ging mit schnellen schritten durch die nacht. der beton glänzte feucht und duftete nach regen. sie war in einer gegend, in der die straßenlaternen nur orangenes licht hatten. das mochte sie sehr gerne. es war warm und bald würde die sonne aufgehen. das hätte sie gerne mit ihm gemeinsam gesehen. ob er es schade findet, dass sie gegangen war? oder ob er erleichtert ist? sie dachte darüber nach, wie er wohl reagieren würde, hätte sie selbstmord begangen. sie stellte sich vor, wie sie jetzt nach hause ging. eine frische packung rasierklingen aus dem schrank nahm und öffnete. eine packung schlaftabletten holte. warmes wasser in die badewanner laufen lies und dazu tori amos. auch wenn das sehr klischeehaft war aber sie stellte es sich schön vor, zu tori amos gesang zu sterben. sie würde sich die pulsadern aufschneiden, die ganze packung tabletten nehmen und sich in die badewanne legen. am nächsten tag würde er es von gemeinsamen freunden erfahren. er würde es bereuen, so abweisend zu ihr gewesen zu sein. er würde erkennen, dass sie seine große liebe gewesen sei und bis an sein lebensende nicht mehr glücklich werden. nur noch von ihr träumen. und sie wäre dann ein geist oder eine freifliegende seele und sähe im vom himmel aus zu. es wäre eine genugtuung. wenn auch eine abscheuliche. sie stellte sich dann noch vor, wie er weiße lilien auf ihr grab legt und weint.
sie musste lachen. über ihre absurden fantasien. natürlich würde sie das niemals tun. nicht wegen eines mannes, wegen niemanden. gekränkter stolz bringt die menschen dazu, sehr lächerliche dinge zu tun. oder zu denken. sie sah, wie der himmel sich langsam rot färbte. es war beruhigend für sie. sie dachte an den spruch. wo die nacht am schwärzesten, da ist der tag am nähesten. das stimmte. sie dachte an den mann. sie war sich nicht sicher, ob das liebe war. oder nur die natürliche reaktion auf ablehnung. was man nicht hat, ist immer am interessantesten. der himmel hatte jetzt die selbe augenfarbe wie er. sie hob den kopf und wollte in dem blau versinken. sie überquerte gerade die strasse und hörte den lastwagen nicht kommen.

January 19, 2006

das zimmer

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 12:17 pm

ich weiß nicht mehr, wie wir in dieses haus gelangt sind aber wir befanden uns im ersten stock, in einem kleinen, dunklen zimmer und blickten aus dem fenster. blau-weiße vorhänge mit ländlichen blütenmuster an der seite und in der mitte der blick auf eine märchenhafte berglandschaft, ein steiler abhang direkt vor dem fenster, das haus schien in schräglage gebaut zu sein, da standen laubbäume, dicke ahornblätter streckten sich uns wie finger entgegen, schwarze sonnenblumen und eine leichte, wie puderzucker aussehende schneedecke lag über allen. das licht war dunkelblau, gleichzeitig tag und nacht, ein paar meter weiter sahen wir häuser, genau wie das gebaut, in dem wir uns befanden, von außen sahen sie klein aus aber im inneren waren sie riesengroß, es waren alte bauernhäuser aber sie sahen merkwürdig renoviert aus, als wäre ihr holz auf eine art und weise geschnitten, die es vor hunderten von jahren noch gar nicht gegeben hat, die mauern waren weiß getüncht doch in dem licht sahen sie hellblau aus. der standort der häuser schien wie auf dem reißbrett entworfen, denn jedes hatte ein exaktes quadrat garten um sich herum. ich steckte den kopf weiter aus dem fenster heraus, ich konnte keinen gipfel erkennen, der berg schien mir unendlich, weiter oben endeten die häuser, stattdessen waren monumentale lehmöfen in den fels gebaut, in jedem flackerte ein feuer und davor, in einem beet aus asche und schlamm steckten auf dünnen holzstäben tönerne kugeln, die vom wind bewegt, ihre köpfe aneinanderschlugen, das geräusch ging ungefähr so: klackklack-klackklack. es war nicht unser haus, wir waren betrunken mit ein paar freunden hierher gekommen, ich weiß nicht mehr, wie aber wir haben eingebrochen, jemand meinte, dies sei ein ferienhaus und um diese zeit sicher nicht bewohnt, niemand würde und stören, die anderen häuser sein auch alle leer. das so klein wirkende haus hatte viele zimmer, ich konnte sie nicht zählen, schon gar nicht in der dunkelheit, die möbel, die teppiche, die tapeten, das alles sah sehr muffig und alt aus, als wäre hier seit 20 jahren nichts mehr verändert worden aber es war sauber und auf eine vertraute art und weise gemütlich. wir nahmen uns also dieses kleine zimmer, die anderen waren noch unten, machten lärm, wie es betrunkene nun mal tun aber wir waren müde, legten uns zusammen in das bett, es roch frisch nach waschmittel, die decke war riesengroß und weich, wir versanken darin wie kinder in einem schaumbad, umarmten uns und schliefen in einer woge aus geborgenheit ein.
kinderstimmen weckten mich, es dauerte einige minuten, bis ich realisierte, dass es nicht mein haus war, nicht mein bett, in dem ich schlief und dass ich diese stimmen nicht kannte. wer war da unten, waren es kinder aus der gegend, die hierher zum spielen kamen und heimlich eingebrochen sind, so wie wir? und wenn ja, wo waren die anderen, warum hörte ich sie nicht, waren sie etwa ohne uns gegangen und haben uns hier alleingelassen? ich blieb wie vor angst gelähmt im bett liegen, sah aus dem fenster, bemerkte, dass in den anderen häusern lichter angegangen waren, da hörte ich stimmen von erwachsenen, doch vielleicht würden sie uns gar nicht bemerken, wenn wir uns still verhielten. doch sie kamen nach oben, traten durch die tür, bemerkten uns, geschrei, wütender wortwechsel, wir standen mitten im zimmer, umringt von lauter fremden, ich versuchte noch etwas zu unserer verteidigung zu sagen, verstand nicht, warum sie so böse auf uns waren, wir hatten doch nichts schlimmes gemacht. doch ehe wir uns noch verteidigen konnten, ehe sie überhaupt ein urteil gefällt hatten, blitze ein großes küchenmesser in einer hand auf, eine hand, die zu einem gesichtlosen körper gehörte und diese hand schlug das messer wie eine faust in deine brust, in dein herz hinein, ich sah in zeitlupe zu, unfähig etwas zu unternehmen, dich zu beschützen, es zu verhindern und so wie man im augenblick seines todes sein leben in sekundenschnelle vorüberziehen sieht, so sah ich unsere geschichte im schnelldurchlauf, nein, ich wollte sie sehen, ich wünschte es mir, doch es kam nichts, da war nur leere, ich konnte überhaupt nichts sehen, nur ein einziges bild erschien, es war, als hätte jemand alles gelöscht und nur noch dieses eine bild wäre da, ich sah uns in meinem bett liegen, du hinter mir, mich umarmend, deinen kopf an meine schläfe lehnend, mir etwas ins ohr flüsternd. ich konnte deinen atem an meinem ohrläppchen spüren, den klang deiner stimme hören, dieses wispern, ich hörte an deinem tonfall, dass du gelächelt hast aber deine worte, was du gesagt hast, so sehr ich mich auch anstrengte, die fielen mir nicht mehr ein.

January 18, 2006

das verhör

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 2:00 pm

los, nun reden sie schon, was haben sie heute nacht gemacht? ich? ich habe die ganze nacht masturbiert, bis meine genitalien rot und wund waren und mir das blut aus den fingernägeln gespritzt ist. meine pornos hab ich vor lauter extase mit den zähnen zerfleddert, wie ein wildgewordenes tier aber nicht die üblichen pornos, wie sie sich wahrscheinlich denken können, das macht mich schon längst nicht mehr scharf. ich sehe hier einen schwanz und da eine muschi, stecken ineinander und die säfte fließen, LANGWEILIG, kenn ich schon, nein, danke. doch wie fing das an, verdammt noch mal, in einsamen stunden, viele waren es, ich lag auf dem bett, nackt, seit tagen nicht mehr geduscht, die haare wirr und fettig vom kopf abstehend, die zähne gelb, und ich lag auf dem bett, hab die wand angestarrt, mir im minutentakt tramal-tropfen auf die schleimhäute rinnen lassen, opiate sind besser als liebe, glauben sie mir das, ob ich eine frau oder ein mann bin,was tut das schon zur sache, überhaupt, diese bescheuerte geschlechtertrennung, wo hört ein mann auf, wo fängt die frau an, ich bin geschlechtlos, in meinem kopf kann ich alles sein, kann ich einen dreissig zentimeter langen penis haben, kann ich eine fotze mit reißzähnen haben, wenn ich will, die alles, was man ihr reinsteckt, in stücke zerfetzt, in meinen träumen kann ich auch ein pferd sein oder ein hund und kann meine tochter verführen oder die mutter, vater, onkel, tante, jeden, warum, ich bin nämlich pervers, das müssen sie wissen, was red ich da, das wissen sie doch schon längst aber sie können sich nicht vorstellen, in welchem ausmaß, das hat angefangen, da war ich sieben, ich weiß, dass es da angefangen haben muss denn da fühlte ich mich alleine, verdammt, ich hatte angst, ich war zum ersten mal verliebt und wurde nicht zurück geliebt, scheißgefühl, kann ich nur sagen, und hier beginnt die angst, man sagt doch, das wichtigste im leben sei die liebe, dem kann ich nur widersprechen, die freiheit, die freiheit ist das, was zählt, denn nur, wer frei ist, sich frei fühlt, frei fühlen kann, der ist der liebe fähig und wie heißt es doch so schön, die mutter aller freiheiten ist die angstfreiheit, wie soll ich also lieben, wenn ich angst habe, es geht nicht, verstehen sie das? sie verstehen es nicht, denn mich hat noch niemand verstanden, klar ist das selbstmitleidig, das sind wir perversen doch immer, ach, was red ich da, nein, in wahrheit, in wahrheit halten wir uns für einen scheisselitären club, in den abgründen unserer seelen lauern bittersüße genüsse, von denen ihr sexuell funktionierenden, genormten nur träumen könnt, je tiefer wir fallen, desto höher der flug, so süßer das gift, unsere fantasie ist wie ein garten eden, den man versehentlich in der hölle gepflanzt hat, alles, jede frucht, jedes wässerchen, jedes tier, macht auf der stelle süchtig, die wolken aus kokain und in den bächen fließen illusionen dahin, die illusion von der vollkommenen extase, wir kommen verdammt nah ran aber wir werden sie niemals erreichen, die dosis muss immer gesteigert werden, es ist wie mit den periodischen zahlen, man nähert sich der grenze doch man erreicht sie nie, man denkt es, sinnlos, alles und dann holen wir unsere strumpfhosen heraus, zerreißen sie, foltern sie, vergewaltigen sie, oder die windjacken und wir blasen rote gummistühle auf, reiben schwitzende schenkel daran, eine frau, 500 kilo schwer, ein fettes, stinkendes ungeheuer, frisst aschenbecher und ihre eigene scheisse und suhlt sich im dreck, seine herrlichste fantasie, pures, reines glück, wir tragen gummiknebel und riesige klistierapparate im arsch, wir dienen der herrin oder dem herrn als toilette, kleine sklavensau, doch es kann nie genug sein, es muss mehr sein, tonnen von sperma und speichel ins gesicht, in den mund, schluck es herunter, ein menschlicher müllschlucker, zeig der welt, dass du das letzte bist, für die liebe, die du niemals geben kannst oder empfangen wirst, denn unsere demut, unsere unterwerfung ist der heilige gral, wo eure menschlichkeit endet, fängt unsere liebe erst an, wie schön, wie rührt es mich zu tränen, wenn mir das blut aus allen öffnungen spritzt, man mich beschimpft und schlägt, in ein dunkles verlies sperrt, den schlüssel wegwirft, ich völlig machtlos, diese ohnmacht, die ohnmacht ist der orgasmus der devoten, was immer ihr euch auch vorstellen mögt, es ist schlimmer, ich bin schlimmer, ich kann nie freiheit erlangen, also leg ich die ketten meiner unchristlichen leidenschaften noch fester an, ich weiß, dass ich, dass wir das letzte sind und je mehr ihr uns verachtet und verdammt, desto glückseliger werden wir sein, wenn schon nicht dazu gehören können, dann so weit wie möglich von dem kreis davongeschossen werden, wie ein astronaut in seiner kleinen rakete, die erde, planet der freien liebe und ich ins all geschossen, in die dunkelheit, zum todesstern der abnormen perverslinge, das ist mir noch viel zu nahe, noch weiter, ich möchte mich auflösen, ins nichts hinein und wenn ich ejakuliere, bin ich tot.

bei Nacht sind wir unser wahres Ich…der Tag für sie, die Nacht für mich.

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 10:40 am

schreibt robert louis stevenson

January 17, 2006

liebes tagebuch,

Filed under: Uncategorized — halligalli @ 12:54 am

eigentlich habe ich keine ahnung, was ich hier mache. wie es so weit kommen konnte. ich hätte niemals gedacht, dass er so hartnäckig ist. wie ne vaginalmykose.  aber der böse, blonde mann aus dem land der lächerlich großen hunde, musikinstrumente und käselaiber weicht nicht von meiner seite und hat mich heute unter androhung ganz gemeiner und niederträchtiger dinge dazu gewzungen, diesen blog hier zu eröffnen. I may have the body of a weak and feeble woman, but I have the heart and stomach of a concrete elephant! also werde ich aus das durchstehen, wie einst scarlett o’hara, auf dem berggipfel in der glühenden abendsonne stehen, einen schwingenden reifrock tragend und fest entschlossen mantras in die pampa schreien. das mit den dicken tiere erkläre ich dann morgen.